Ein Teil der jüngeren Stadien des Flussaales bleibt bei seiner Anwanderung von der Geburtsstätte im Sargassomeer zum Süßwasser an der Küste, besonders vor Flusseinmündungen, an ruhigen Stellen und im Wattenmeer der Nordsee. Er wächst hier weiter und kann zur warmen Jahreszeit (Mai bis Oktober) beim Brandungsangeln, vom Ufer oder Boot gefangen werden. Keine Schonzeit, Mindestmaß 35 cm. Miest sind es Milchner, der Spitzkopf herrscht vor. An der Nordseeküste gibt es viele Aale, sie sind hier kleiner im Vergleich zu den Ostseeaalen. Wattenmeer, Priele, Süßwasserzuflüsse, Buhnenfelder sind aussichtsreiche Fangplätze.
Die Aale ziehen mit der Flut in den Prielen auf seichte Flächen. Im trüben Wasser können die hier auch am Tage gefangen werden. Die Rückwanderung erfolgt jedes Mal bei Ebbe. Wenn die Flut am späten Nachmittag kommt und der Boden zuvor Ebbe von der Sonne stark durchwärmt wurde, ist die beste Fangzeit.
Ruhiges Wetter verstärkt die Fangaussichten. Bei starker Trübung bleiben die Aale weiter draußen. Sie finden dort reichlich freigespülte Nahrung. Ebbe und Flut verursachen somit einen ständigen Wechsel der Aalplätze.
An der Ostseeküste kommt der Aal ebenfalls in unmittelbarer Ufernähe vor und bleibt hier ständig im flachen Wasser zwischen Steinen, Seegrasbänken und Tangfeldern. Auch hier bei trübem Wasser guter Fang am Tage. Die frisch beköderte Grundangel mit stärkerem Blei wird an freien Stellen neben Krautbänken ausgelegt. Ein hungriger Aal wittert sofort.
Unterschied zwischen Flussaal und Meeraal Flussaal: Rückenflosse 1 beginnt auf halber Länge zwischen Kopf und After Meeraal: Rückenflosse 1 beginnt über den Brustflossen. Nur im Meer lebend. Nicht mit Flussaal verwandt, trockener im Fleisch. Er gehört zu den Conger-Arten.