Größe: 15 cm, max. 20 cm Fruchtbarkeit: 200 – 800 Eier D1 VIII – IX; D2 16 – 20; A 12 – 15 Verbreitung: in Nordeuropa und Asien bis zum sibirischen Fluß Kolyma, vom Einzugsgebiet der Oder und der Donau bis zum Amur.
Die Ostgroppe ähnelt stark der Westgroppe, sie hat jedoch ein breiteres Maul, eine meist unvollständige Seitenlinie und vor allem längere Bauchflossen, die bis zur Afteröffnung oder weiter reichen. Am Rand der vorderen Rückenflosse besitzen besonders die Männchen einen auffallenden orangenfarbenen Saum. Die Männchen haben gegenüber den Weibchen eine größeren und breitern Kopf, längere Flossen und sind dunkler in der Farbe. Der Rücken ist bei beiden Geschlechtern braun bis olivgrün gefärbt und mit braunen Tupfen versehen. Der Bauch ist weiß oder gelblich, an den Seiten befinden sich meist 4 – 5 dunkle Flecken.
Die Ostgroppen leben vor allem in Bergflüssen und –bächen, wo sie oft bis in s Quellgebiet vordringen, also höher als die Westgroppe. Beide Arten treten gemeinsam in den kurzen Abschnitten des Übergangs zur Vorgebirgszone auf. Auch die Lebensweise, die Standorte und die Nahrung sind ähnlich. Doch ist die Ostgroppe weniger häufig und stellt höhere Ansprüche an Sauerstoffgehalt und Reinheit des Wassers. Im Falle eines Angriffs spreizt sie ihre Kiemendeckel, richtet die Stacheln an deren Enden auf und wendet sich mit weit aufgerissenem Maul und auseinandergezogenen Brustflossen gegen den Feind. Hilft dies nicht, flieht sie mit kurzen Sprüngen in ein Versteck unter den Steinen.
Laichreif sind die Ostgroppen im zweiten Lebensjahr. Sie laichen von März bis Mai in Gruben unter Steinen, die von den Männchen hergerichtet werden. Diese übernehmen auch den Schutz des Geleges bis zum Schlüpfen des Nachwuchses.