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Das Angelforum - Alles rund um Fische und das Fischen
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Günni Offline

Administrator
Beiträge: 997


29.06.2008 10:12
Blei antworten
Blei (Brassen, Brachsen)
(Abramis brama)

Größe: 35 – 45 cm, max. 80 cm
Gewicht: 1 – 2 kg, max. 10 kg
Fruchtbarkeit: 60000 – 100000 Eier
D II – III 7 – 10; A III 23 – 29; l.l. 48 – 60
Verbreitung: ganz Europa außer Skandinavien, Schottland, der Pyrenäen- und der Apenhalbinsel sowie des westlichen und südlichen Balkans.

Zur Gattung Abramis gehören drei verschiedene Karpfenfische mit hochrückigem Köper und langer Afterflosse. Der wichtigste von ihnen ist der Blei mit einem hohen, seitlich stark einfallenden Körper. Sein hervorstülpbares, unterständiges Maul ermöglicht ihm, seine Nahrung vom Boden aufzusammeln. Der Rücken ist hellgrau, manchmal blauschwarz, die Seiten grau, bisweilen mit einem gelbgrünen Schimmer, der Bauch grau oder graugelb. Außer den helleren paarigen Flossen sind alle grauschwarz.

Das Wachstum dieses großen Fisches hängt wie immer von der zahlenmäßigen Stärke der Population und von der Anzahl seiner Nahrungskonkurrenten ab. Bei zahlenstarken Beständen und Futtermangel bilden sich Verbuttungen, also langsam wachsenden Populationen mit an ein Blatt Papier erinnernden Körpern.

Die Geschlechtsreife tritt im vierten bis fünften Lebensjahr ein. Bleie laichen wiederholt von April bis Juli. Ihren Laich legen sie auf Steine oder Kies, aber je nach Laichplatz auch auf Wasserpflanzen ab. Bei 18 – 20°C dauert es drei Tage, ehe die Larven schlüpfen. Sie fressen überwiegend Zooplankton, größere Tiere gehen auf benthische Nährtiere über (Mollusken, Larven der roten Zuckmückenarten, Schlammröhrenwürmer). Bei den übervermehrten Beständen überwiegen Detrit, Pflanzenstückchen und Schlamm.

Bleie halten sich im langsam fließenden Wasser, aber auch in Teichen, Stauseen und größeren Weihern auf. Auch Brackwasser vertragen sie.
Die Bleie werden als wichtige Wirtschafts- und Sportfische angesehen. In den freien Gewässern bilden sie einen wesentlichen Teil der Biomasse. In manchen Staubecken werden jährlich mit der Angel 100 kg Blei je Hektar angelandet.

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