Größe: 15 – 20 cm Gewicht: 30 – 50 g Fruchtbarkeit: 1500 – 12000 Eier D II – III 7 – 9; A III 16 – 20; l.l 46 – 55 Verbreitung: Europa mit Ausnahme der südlichen Halbinseln, Nordskandinavien, Irland und Schottland.
Im Gegensatz zum Schneider ist die Seitenlinie der Ukelei nicht von einem doppelten, dunklen Streifen umrahmt. Ukeleis haben 1 – 22 Kiemenreusendornen, während der Schneider nie mehr als 15 hat. Auch die Afterflosse ist ein wenig länger als beim verwandten Schneider und besitzt mehr weiche Strahlen. Die verhältnismäßig großen Schuppen fallen leicht aus. Der Rücken ist grünlich grau, manchmal in einem blauen Ton, die Seiten sind silbrig, der Bauch schmutzigweiß. Afterflosse und paarige Flossen sind leicht gelblich gefärbt.
Ukeleis werden 5 – 6 Jahre alt und wachsen am schnellsten in den Staubecken, wo sie durch ihre pelagische Lebensweise nicht in Futterkonkurrenz mit anderen Arten geraten.
Geschlechtlich reifen sie mit drei Jahren heran, ihre Laichzeit ist im Mai und Juni. Die Weibchen kleben den Laich an Pflanzen oder auf den sauberen Kiesgrund.
Ukeleis gehören zu den häufigsten Fischen im Mittel- und Unterlauf der Flüsse und in den meisten Talsperren. Die Schwarmfische halten sich unter der Wasseroberfläche auf und meiden Stellen mit Pflanzenbewuchs. Für Raubfische sind sie eine wichtige Nahrungsquelle.
In einigen Stauseen werden sie mit Netzen gefangen. Vereinzelt werden sie auch geangelt, denn ihr Fleisch ist zart und von gutem Geschmack. Die Schuppen dienten früher zur Herstellung von künstlichem Perlmutt.