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Günni Offline

Administrator
Beiträge: 997


29.06.2008 23:17
Bitterling antworten
Bitterling
(Rhodeus sericeus)

Größe: 6 – 9 cm
Fruchtbarkeit: 40 – 100 Eier mit bis zu 3 mm Durchmesser
D II – IV 8 – 11; A II – III 8 – 10
Verbreitung: nördlich der Alpen, fehlt aber in Skandinavien, Dänemark und einem Großteil Großbritanniens. Nach Westen bis zum Rhônegebiet, nach Osten bis zum Kaspischen Meer.

Der Bitterling ist eine kleine Fischart mit relativ hohem Rücken und halbunterständigem Maul. Den Körper schützen große Schuppen, die Poren der unvollständigen Seitenlinie sind nur auf den ersten 4 -7 Schuppen hinter dem Kopf erkennbar. Den größten Teil des Jahres ist der Rücken graugrün gefärbt, Seiten und Bauch sind silbrig. Über die Mitte der Seiten zieht sich ein opalisierender Streifen blaugrüner Farbe.

In der Laichzeit intensivieren sich die Farben der Männchen und auf zwei Stellen über den Augen und dem Maul erscheinen Laichwarzen. Gleichzeitig sind die Seiten rotviolett und hinter den Kiemendeckeln erscheint ein blauer Fleck.

Bitterlinge leben meist in Flussunterläufen, alten Flussarmen und einigen Seen, wo sie sich Buchten mit schlammigem Grund aussuchen, in denen Muschen und Malermuscheln vorkommen. Diese brauchen sie nämlich unbedingt zu ihrer erfolgreichen Vermehrung, die sich von April bis August abspielt. In dieser Zeit wächst den Weibchen hinter Afteröffnung eine 5 – 6 cm lange Legeröhre. Die Männchen suchen sich im Frühjahr eine Muschel aus und vertreiben anfangs auch die Weibchen von ihr. Nähert sich aber ein geschlechtsreifes Weibchen, beginnen sie, es in einem komplizierten Ritual zu ihrer Muschel zu locken. Schießlich schiebt das Weibchen die Legeröhre in den Kiemenraum der Muschel und legt dort ihre Eier ab. Das Männchen aber lässt über der Einsaugöffnung des Weibchens seine Milch ab, die mit dem Wasser zum Rogen gelangt. Die befruchteten Eier entwickeln sich im Inneren der Muschel und verlassen nach 3 – 4 Wochen diese als kleine Bitterlinge.

Das Männchen lockt sogar gelegentlich mehrere Weibchen zu seiner Muschel. Dieselbe Muschel nutzen oft auch andere Fischpaare, so dass man in oft über 100 verschiedene Entwicklungsstadien der kleinen Bitterlinge zählen kann.

Die vier bis fünf Jahre alt werdenden Fische erlangen im 2. Lebensjahr die Geschlechtsreife.

Ihre Nahrung ist überwiegend Phytoplankton und Zooplankton.

Die früher großen Bestände gehen zurück, da mit zunehmender Wasserverunreinigung die Muscheln abnehmen.

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Angefügte Bilder:
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