Größe: 6 – 8 cm, selten bis 12 cm D II – III 7; A III 6 – 7; l.l. 75 – 90 Verbreitung: Bäche und Oberläufe von Flüssen in Europa und Nordasien mit Ausnahme von Süditalien, Spanien, Portugal, dem südlichen Balkan, Nordschottland und Nordskandinavien.
Diese kleine Fischart zeichnet eine vollständige Seitenlinie, deutlich abgerundete Flossenränder und winzige, mit dem bloßen Auge nur schwer wahrnehmbare Schuppen aus. Das Farbkleid ist sehr veränderlich, mit dunklen Flecken oder Streifen auf Rücken und Seiten.
In der Laichzeit sind die Männchen sehr bunt gefärbt und zählen dann zu den schönsten Süßwasserfischen Europas. Rücken und Seiten sind dann dunkel bis schwarz kontrastieren scharf mit dem Rot der vorderen Bauchhälfte, der Lippenränder, der Ansatzstellen der paarigen Flossen und der Afterflosse. Auf dem Kopf, den Brustflossen und den Schuppe des Vorderköpers tragen sie einen deutlich sichtbaren, hellen Laichausschlag.
Die langsam wachsenden und kurzlebigen Fische werden nur selten mehr als 5 Jahre alt. Sie bevorzugen sauberes, schnell fließendes und sauerstoffreiches Wasser. Ihre Nahrung sind meist Larven von Wasserinsekten, Krustentiere und Würmer.
Im dritten Lebendjahr sind sie geschlechtsreif und laichen in großen Schwärmen von April bis Juli an flachen Stellen mit kiesigem Grund. Ihre Eier legen sie auf den Boden der auf Pflanzenbestände ab, für gewöhnlich in zwei Portionen. In der Vegetationszeit halten sie sich in Ufernähe und dicht unter der Oberfläche aus, bei Gefahr verstecken sie sich unter Wurzeln und Steinen am Grund, wohin sie sich auch in der kalten Jahreszeit zurückziehen.
Als Bewohner von Forellengewässern sind die Ellritzen wichtige Nahrungsquelle für die Forellen, ansonsten haben sie keine besondere Bedeutung. Gelegentlich nehmen sie die Angler als Köderfisch, selten werden sie in Aquarien gehalten. Vor Jahren wurden sie als Versuchsfische verwendet.