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Günni Offline

Administrator
Beiträge: 997


29.06.2008 23:21
Barsch antworten
Barsch (Flussbarsch)
(Perca fluviatilis)

Größe: 30cm, einzeln bis 40 cm, max. 50 cm
Gewicht: 300 – 500 g, selten 1 – 2 kg, max. 4 – 5 kg
Fruchtbarkeit: 80000 – 250000 Eier je Kilo Gewicht des Weibchens
D1 XIII – XVII; D2 I – III 13 – 16; A II 8 – 9; l.l. 54 – 77; P 14; V I 5
Verbreitung: in Europa außer Schottland, Norwegen und den südeuropäischen Halbinseln. In Sibirien bis zur Kolyma.

Der Flussbarsch ist in fast ganz Europa weit verbreitet und häufig.

Sein Rumpf ist ziemlich hoch, die Höhe der Rückenwölbung schwankt allerdings stark mit den wechselnden Lebensbedingungen. Am keilförmigen Kopf mit dem endständigen, gut bezahnten Maul befinden sich große Augen, die beiden Rückenflossen sind deutlich voneinander getrennt. Auf der ersten von ihnen, die ausschließlich stachelartige, unverzweigte Hartstrahlen aufweist, ist hinten ein charakteristischer schwarzer Fleck zu sehen. Der Körper ist graugrün bis gelbgrün gefärbt, der Rücken ist dunkler, an den Seiten sind 5 – 9 schwarze Querbinden, der Bauch ist heller gefärbt. Brust-, Bauch-, After- und Schwanzflosse sind orangegelb bis rot.

Flussbarsche kommen an den verschiedensten Standorten in fließenden und stehenden Gewässern vor, und zwar in stilleren Tümpeln ebenso wie in den Querläufen von Bächen und Flüssen oder in Teichen und Stauseen. Sie bevorzugen Stellen mit üppiger Vegetation, mit versunkenen Bäumen und Unterwasserwurzeln, denn ihre gestreifte Färbung passt sich an solche Licht- und Schattenbedingungen an.

Zur Laichzeit im Frühjahr, meist von April bis Mai, versammeln sie sich zu größeren Schwärmen. Die sich von Plankton ernährende Brut bildet Schwärme, die sich nachts wieder auflösen.

Flussbarsche verharren in der Nachtbewegungslos am Gewässergrund und vereinen sich erst in der Morgendämmerung wieder zu Schwärmen. Lediglich alte und große Exemplare leben allein.

Sobald sie etwa 20 cm lang werden, ernähren sie sich von kleineren Fischen, sogar vom eigenen Nachwuchs. An vielen Stellen herrscht starke Überbevölkerung und die Tiere wachsen infolge Nahrungsmangel nur langsam.

Wegen ihres wohlschmeckenden, festen und weißen Fleisches werden die Flussbarsche gern geangelt.

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