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Günni Offline

Administrator
Beiträge: 997


29.06.2008 23:24
Baltischer Stör antworten
Baltischer Stör (Stör, Gemeiner Stör)
(Acipenser sturio)

Größe: bis 350 cm
Gewicht: bis 300 kg
Fruchtbarkeit: 800000 – 2400000 Eier
D 31 – 47; A 21 – 34
Verbreitung: Atlantikküste Europas, Mittelmeer und Schwarzes Meer, Ostsee, Ladogasee und Onegasee.

Insgesamt umfasst die Gattung Stör 16 in Eurasien und Nordamerika lebende Arten. Außer der Maulform und den runden Bartfäden unterscheiden sie sich vom Hausen durch die Tatsache, dass die Ränder ihrer Kiemendeckel an der Kopfunterseite nicht zu einer Querfalte verwachsen sind. Unter der lang gestreckten Schnauze stehen die Barteln näher zum Maul als zur Schnauzenspitze. Die Unterlippe ist gespalten. Der erste Strahl der Bauchflosse ist besonders kräftig. Die Zahl der Schilde beträgt sich auf dem Rücken 9 – 13, an den Seiten je 24 – 44 und auf der Bauchseite 9 – 11. Die Rückenseite des Störs ist graugrün bis graubraun, der Bauch weißlich, die Schilde schmutzigweiß und die Flossen bräunlich.

Ursprünglich kamen Störe entlang der gesamten europäischen Küste und an der Ostküste Nordamerikas vor. Heute werden sie in Westeuropa nur noch selten gefangen. Während er im Schwarzen Meer und seinen Zuflüssen noch vorkommt, ist er im Rhein und in der Elbe ausgestorben.

Der gemeine Stör gehört zu den größten Arten seiner Gattung. Er wächst verhältnismäßig schnell, so dass zehnjährige Tiere Längen um 1,5m erreichen. Männchen reifen mit 7 – 9 Jahren heran, Weibchen mit 8 – 14 Jahren. Störe sind Wanderfische, die sich im Süßwasser nur zum Laichen aufhalten.

Ihre Fruchtbarkeit ist erstaunlich ein Weibchen erzeugt zwischen einer und zwei Millionen Eier. Während der Laich sich von benthischen wirbellosen Tieren ernährt, stellen sich die erwachsenen Störe auf Fischjagd um. Doch verschmähen sie auch keine Weichtiere, Würmer wie Vielborster oder Krabben.

Im Meer bevorzugen sie wahrscheinlich sandigen oder lehmigen Grund, zur Laichzeit ziehen sie so weit flussaufwärts wie der Hausen.

In den letzten Jahren sind die Bestände so stark gesunken, dass die wirtschaftliche Bedeutung der Störe minimal ist. Schuld daran tragen neben der Überfischung auch die Vernichtung oder Verunreinigung der Laichplätze sowie der Bau von Talsperren.

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Angefügte Bilder:
Stör fertig.JPG  
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