Größe: 30 – 50 cm, ausnahmsweise 50 – 60 cm Gewicht: 0,5 – 1,5 kg, vereinzelt bis 4,7 kg Fruchtbarkeit: 1000 – 20000 Eier D V – VIII 14 – 17; A III – V 8 – 11; l.l 75 – 96 Verbreitung: in den meisten Ländern des europäischen Kontinents etwa ab 45* nördlicher Breite, nach Osten zum Ural.
In Körperform und Äußerem ähnelt die Äsche den Maränen und einigen Karpfenartigen, ihr Erkennungsmerkmal ist die breite und hohe Rückenflosse der Männchen. Jüngere Exemplare sind silbrigweiß gefärbt und haben eine graugrünen bis dunkelblauen Rücken und einen regenbogenfarbenen Schimmer auf den Seiten.
Geschlechtsreife Tiere sind dunkler und tragen schwarze Flecken auf Körper und unpaaren Flossen. In der Fortpflanzungszeit zeigen besonders die Männchen ein intensiv bunt gefärbtes Kleid, die Rückenflosse glänzt in Rotviolett und anderen Farben des Regenbogens.
Äschen benötigen keine Verstecke, da sie in Schwärmen das offene Wasser bewohnen und ihren Standort selten wechseln. In den Flüssen bevorzugen sie solche Stellen, a denen träge fließendes Wasser mit Stromschnellen anwechselt. Dieser Flussabschnitt wird Äschenregion genannt. Hier fangen sie Larven von Wasserinsekten.
Die mit zwei oder drei Jahren geschlechtsreifen Fische werden 5 – 6 Jahre alt, in Ausnahmen auch 10 Jahre. Von März bis Mai laichen die Äschen paarweise in großen Gruppen über kiesigem Grund. Tagsüber verteidigen die Männchen ihre Laichplätze vor ihren Konkurrenten und lassen auch keine unreifen Weibchen ins Revier. Die Larven wachsen schnell heran, so dass sie Ende des ersten Lebensjahres 8 – 15 cm lang sind.
Angesichts der sich verschlechternden Bedingungen für eine natürliche Fortpflanzung vermehrt man die Äsche in einigen Ländern Europas künstlich. Sportfischer stellen der Äsche mit der Angel gern nach. Ihr gut schmeckendes Qualitätsfleisch duftet in frischem Zustand nach Thymian.