Größe: Wanderform bis 60 cm, Baikalform bis 1 m Gewicht: Wanderform bis 2,5 kg, Baikalform bis 7 kg Fruchtbarkeit: Wanderform 8000 – 40000 Eier, Baikalform 15000 – 50000 Eier D III – V 8 – 13; A III – IV 10 – 14; l.l. 80 – 111 Verbreitung: Einzugsgebiet der Nordsee und des Nördlichen Eismeeres.
Die Arktische Wandermaräne besitzt ein endstäniges Maul und ziemlich gleichlange Kiefer. Ihr Rücken ist bräunlich, manchmal ins Grüne schimmernd, die Seiten silbrig und der Bauch schmutzigweiß. In der Vermehrungsperiode haben die Männchen einen starken Laichausschlag.
Die wandernde Unterart C. autumnalis migratorius verbringt den Großteil ihres Lebens im Meer oder in den Flussmündungen, zum Laichen zieht sie aber stromaufwärts.
Die Geschlechtsreife tritt je nach der Wachstumsgeschwindigkeit mit 5 – 10 Jahren ein. Im Jenissei beginnt die Laichwanderung Mitte Juli, in Ob und Jana ziehen die Fische überhaupt nicht, in die Lena Ende Juli. Während dieser Zeit wird keine Nahrung aufgenommen, wobei die Fische schnell abmagern. Im Herbst spielt sich der Laichvorgang ab, oft bis 1000 km von der Flussmündung entfernt. Anschließend kehren die erwachsenen Tiere ins Meer zurück. Die Larven schlüpfen erst im Frühjahr. Sie lassen sich vom Wasser stromabwärts bis zur Mündung tragen, wo sie intensiv Nahrung aufnehmen.
Die Hauptstandorte der Arktischen Wandermaränen liegen vor den Mündungen der sibirischen Ströme, wo sie von Krustentieren und fremdem Laich leben. Von allen Maränenarten vertragen sie am besten Salzwasser, so dass man sie weitab vom Ufer fangen kann. Im Baikalsee lebt ganzjährig die Süßwasser-Unterart C. a. baicalensis, die größer als die zuvor beschriebene Unterart ist. Sie bildet drei verschiedene Populationen, die sich durch ihren Standort und die Richtung der Laichwanderung unterscheiden. Grundlegende Nährtiere sind pelagische Krustentiere. Weiterhin leben sie von benthischen Organismen, Larven und Laich der anderen Fischarten.