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Günni Offline

Administrator
Beiträge: 997


29.06.2008 23:34
Aralbarbe antworten
Aralbarbe
(Barbus brachycephalus)

Größe: 50 cm bis 1 m, max. 120 cm
Gewicht: 2 – 6 kg, max. 25 kg
Fruchtbarkeit: 150000 – 1500000 Eier
D III – IV 7; A II –III 5 – 6 ; l.l. 64 – 80
Verbreitung: Einzugsgebiet des Aralsees und das Kaspische Meer.

Die Aralbarbe hat einen dunklen Rücken mit dunkelgrünem Schimmer, die Seiten sind nach unten heller gefärbt, die Flossen grau.

Diese Wanderbarbe steigt zum Laichen in die Flüsse auf. Teil der Populationen lebt im Süden und Westen des Kaspischen Meeres, von wo aus sie in die Kura, Sefid Rud, Terek, Wolga und Ural ziehen. Der andere Teil ist über den gesamten Aralsee verbreitet, von wo aus die Barben in die Flüsse Syrdarja und Amudarja ziehen. Im Syrdarja z. B. beginnt die Wanderung im Juni und endet Anfang Oktober. In manchen Jahren kann man auch einen kurzen Frühjahrs-Laichzug im März beobachten.

Durchschnittlich wiegen die Barben auf der Wanderung 6 kg, während der sie gewöhnlich keine Nahrung zu sich nehmen. Mit Einsetzen der Laichwanderung besitzen die Fische noch keine reifen Laichprodukte. Sie reifen erst im Verlaufe des Zuges. Im April und im Mai findet das Laichen in den Oberläufen der Flüsse statt.

Im Syrdarja-Delta erscheinen die Larven dann stets im August. Die jungen Männchen bleiben oft bis zu ihrem ersten Laichen im Fluss, also bis zum dritten oder vierten Lebensjahr. Weibchen reifen ca. ein oder zwei Jahre später heran.

Die schnellwüchsigen Fische erreichen mit 5 Jahren über 50 cm und im 10. Jahr 80 – 90 cm. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Meeresmuscheln der Gattung Adacna.

Die kaspischen Barben, die in der Kura gefischt werden, sind robuster als ihre Artgenossen aus dem Aralsee. Von August bis September treten die Fische ihre Sommerlaichwanderung an, ohne schon reife Laichprodukte zu haben, bleiben dann in den Flüssen und laichen erst im nächsten Jahr. Die Frühjahrswanderung unternehmen allerdings Exemplare mit fast reifen Laichprodukten, die noch im selben Jahr laichen.

Große Weibchen mit etwa 1 m Länge erzeugen bis über eine Million Eier.

Vor dem Kriege beliefen sich die Fänge im Aralsee auf rund 1000 Tonnen, in der Kura auf etwa 300 Tonnen. In unserer Zeit sind sie bedeutend niedriger.

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Angefügte Bilder:
Aralbarbe fertig.JPG  
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