Größe: bis 20 cm Gewicht: bis 100 g Fruchtbarkeit: 9000 – 300000 Eier D III 14 – 18; A III 16 – 20; l.l. 46 – 50 Verbreitung: Atlantikküste von Südnorwegen bis Nordafrika, Azoren, Mittelmeer und Schwarzes Meer.
Sardellen besitzen einen lang gestreckten Körper mit rundem, kiellosem Bauchprofil. Ihr Rücken ist grün oder dunkelblau bis schwarz, die Seiten sind kräftig silbrig, der Bauch silberweiß und die Kiemendeckel gelb schimmernd. Die einzelnen Unterarten sind sehr verschieden gefärbt.
Die typische Form lebt im Atlantischen Ozean, weitere Unterarten im Mittelmeer, im Schwarzen und Asowschen Meer. Die kleinen Anchovis reifen bereits am Ende ihres ersten Lebensjahres geschlechtlich heran, und zwar mit einer Länge von 7 oder 8cm. Vierjährige bringen es auf 12 – 14cm Länge.
Ihre Laichzeit zieht sich vom Mai bis zum September hin und unterteilt sich in Etappen. Bei 18°C Wassertemperatur entwickeln sich die Embryos in 24 – 48 Stunden. Im Laufe ihres Lebens laichen die Tiere zwei- bis dreimal. Eier und Larven leben pelagisch.
Als Nahrung dienen der Sardelle Kleinarten des Zooplanktons und Phytoplanktons. Am intensivsten nimmt sie ihre Nahrung während der Vegetationsperiode auf. Bei den Frühlings- und Herbstwanderungen, während der die Fische sich dem Ufer nähern oder sich von ihm entfernen nehmen sie weniger Nahrung zu sich.
Im Winter halten sie sich 80 – 140m unter dem Wasserspiegel auf. Sobald sich das Wasser auf 7 – 10°C erwärmt, ziehen sie in Tiefen von 6 – 10m um.
Im Norden ihres Areals besitzt die Sardelle praktisch keine wirtschaftliche Bedeutung, um so mehr jedoch im Süden einschließlich des Schwarzen Meeres.