Größe: 10 – 15 cm, max. 16 cm Fruchtbarkeit: 50 – 2000 Eier D1 VII – IX; D2 10 – 12; A II 13 – 15; l.l. 44 – 52 Verbreitung: im Mittelmeer, im Schwarzen und Asowschen Meer sowie in einigen brackigen und Binnengewässern in der Nähe ihrer Küsten.
In seiner Körperform ähnelt der Kleine Ährenfisch dem Streifenfisch. Seine Augen sind jedoch etwas größer und an der Seitenlinie befinden sich weniger Schuppen. Sein Rücken ist blaugrün bis grau gefärbt, der Bauch ist silbrig. Der silbrige Längsstreifen nimmt in Körpermitte die Breite einer Schuppenreihe ein und hat nicht die deutlich braunen Flecken der verwandten Art A. bonapartei. Der Langsamwüchsige Kleine Ährenfisch wird nach einem Jahr etwa 5 cm lang, nach zwei 8 cm, nach drei Jahren an die 11 cm und mit vier Jahren 13 bis 15 cm lang.
Männchen wie Weibchen erreichen im zweiten Lebensjahr die Geschlechtsreife. Die Laichperiode ist sehr lang gezogen und dauert von Ende März bis zum September. Angesichts der verschieden großen Eier in den Eierstöcken lässt sich annehmen, dass portionsweise gelaicht wird. Die Fische suchen sich dazu vor der Küste Plätze mit dichtem Algenbewuchs aus, an denen die Eier mit ihren Fadenanhängen haften bleiben. An den Laichplätzen finden sich zuerst die größten Weibchen ein und die kleineren folgen nach und nach. Die Brut hält sich in Massen am Ufer auf, von dem sie sich regelmäßig nachts entfernt, um am nächsten Tag wieder zurückzuschwimmen.
Im selben Bereich, nur etwas tiefer, halten sich die erwachsenen Tiere auf. Während sich die Brut vom kleinsten Zooplankton ernährt, fressen die erwachsenen Exemplare außer größeren Zooplanktonarten auch Würmer, Larven der Rankenflusskrebse und Fischlaich.
Die Art ist ohne größere wirtschaftliche Bedeutung. Wegen der riesigen Bestände werden die Fische örtlich zur Fischmehlherstellung gefangen. Sie stellen aber ein wichtiges Glied in der Nahrungskette dar.