Größe: 1,5 – 2 m, mit dem langen Schwanz bis 4,5 m Gewicht: 20 – 25 kg Fruchtbarkeit: 5 – 7 Junge Verbreitung: Atlantik von der südnorwegischen Küste und dem Norden Großbritanniens bis zur Südafrikanischen Republik, auch an der irischen Südwestküste und im Ärmelkanal.
Beim gewöhnlichen Adlerrochen umspannen, die Brustflossen den Kopf nicht, so dass dessen Vorderteil frei aus der Körperscheibe hervorragt. Ähnlich wie beim Stechrochen ist der Schwanz lang gestreckt peitschenförmig, aber ohne Schwanzflosse. Auf dem Schwanzrücken befindet sich eine kleine Fettflosse, hinter der ein, seltener auch zwei, gezähnte, mit Giftdrüsen versehene Stacheln sitzen. Die Giftstacheln haben bereits vielen Fischen schmerzhafte Wunden zugefügt. Die langen Brustflossen bilden spitze Winkel, so dass sie besonders von oben gesehen dem Rochen die Silhouette eines Raubvogels verleihen. Daher trägt diese Art in zahlreichen Sprachen der Welt die Bezeichnung Adlerrochen oder Meeradler. Auf dem Rücken ist der Körper des Adlerrochens graugrün bis graubraun, im Jugendstadium mit hellen Flecken versehen. Der Bauch ist grauweiß.
Als Lebensraum dienen Wasserschichten über sandigem und lehmigem Grund bis 100m Tiefe, und zwar gern in warmen Meeren. Gelegentlich werden die Tiere auch an der Oberfläche beobachtet.
Ihre Nahrung besteht Hauptsächlich aus Krabben und Weichtieren, deren harte Schalen sie mit ihren pflastersteinartigen Zähnen zermalmen, die beiderseits der Mundhöhle in je drei Reihen angeordnet sind.
Die Embryos der ovoviviparen Tiere werden im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium von einem von der Eileiterwand ausgeschiedenen Sekret ernährt.
Im Vergleich zu anderen Rochen schwimmen die Adlerrochen recht gut und schnell, weshalb sie manchmal von Sporttauchern mit der Harpune gejagt werden.