Größe: 40 -80 cm, max. 150 - 180 cm Gewicht: 2- 4 kg, max. 40 kg, ausnahmsweise 90 kg Fruchtbarkeit: 0,5 - 9 Millionen Eier D1 14 - 15; D2 18 - 22; D3 17 - 20; A1 19 - 23; A2 16 -19 Verbreitung: nördlicher Atlantik, Ostsee, Weißes Meer und Barentsee, Norden des Pazifiks.
Der Kabeljau besitzt einen kräftigen und gestreckten Körper und hat am Kinn einen auf den ersten Blick auffallenden, kurzen Bartfaden. Rücken und Seiten sind olivfarben mit zahlreichen oder bräunlichen Tupfen. Die Seitenlinie tritt deutlich als hellerer Streifen längs des Körpers hervor. Der Bauch ist schmutzigweiß, der Oberkiefer reicht etwas über den Unterkiefer hinaus, Kabeljaue gehören zu den größten Arten ihrer Familie.
Sie wachsen relativ schnell und erreichen im fünften Jahr 40 – 50 cm, im zehnten Jahr 90 – 100 cm. Von Anfang Februar bis Ende Juni laichen sie, im April und Mai massenhaft in Tiefen von 30 -400 m. Bedeutende Laichplätze befinden sich vor den Lofoten, wo die Kabeljaue bei einer Wassertemperatur von 4 – 7°C laichen. Etwa einen Monat später schlüpfen die Larven und führen eine pelagische Lebensweise. Erst mit 6 – 10 Jahren werden die Kabeljaue geschlechtsreif. Sie ziehen nach dem Laichen nach Norden zu ihren Nahrungsquellen, die zum Großteil aus Fischen bestehen. Für die kleineren Kabeljaue sind auch Zooplankton, Weichtiere, Vielborster und andere Würmer wichtige Nahrungslieferanten.
Die erwachsenen Exemplare halten sich in den oberen Wasserschichten über dem Kontinentalschelf auf, gewöhnlich in Tiefen von 250 – 300 m, höchstens aber 500 m und leben auch in stark mit Süßwasser vermischten Gewässern. Es sind sogar Züge der Kabeljaue in Flüssen bekannt.
Seitdem der Mensch Hochseefischfang betreibt, ist der Kabeljau ein wirtschaftlich bedeutender Fisch. Heute werden jährlich rund 2,5 Millionen Tonnen dieser Art mit Trawls, Schleppnetzen und auch mit der Angel gefangen.