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Günni Offline

Administrator
Beiträge: 997


29.06.2008 10:57
Dickwanst, Kaspischer antworten
Dickwanst, Kaspischer
(Alosa caspia)

Größe: bis 23 cm, durchschnittlich 20 cm
Gewicht: bis 0,1 kg
Fruchtbarkeit: 12000 - 40000 Eier
D III - IV 13 - 15; A III 16 - 21; l.l. 48 - 56; 68 - 135 Kiemenreusendornen
Verbreitung: Schwarzes, Asowsches und Kaspisches Meer.

Im Gegensatz zu vorher beschriebenen Art sind die Reusendornen des Kaspischen Dickwanst dünn und fein, etwa anderthalb mal so lang wie die Kiemenblätter. Der Körper ist hochrückig seitlich zusammengedrückt und trägt einen kurzes Schwanzstiel sowie lange Brustflossen. Der Rücken des Kaspischen Dickwanst ist dunkel gefärbt und blaugrün angehaucht. Hinter dem Kiemendeckel befindet sich oft ein dunkler Fleck, während die dahinterliegenden Flecken manchmal fehlen. Die Bauchseite ist hell gefärbt.

Auch diese Art gliedert sich in mehrere Unterarten. Wesentlich kleiner als der Schwarzrücken, erzielt der Kaspische Dickwanst im dritten Lebensjahr 20cm Körperlänge.

Die Laichzeit des anadromen Fisches beginnt Ende Apil und währt bis in den Juni. Die Donau zieht er bisweilen bis zur jugoslawischen Grenze (Eisernes Tor) hinauf, meist bleiben die Fische aber im Delta. Im Kaspischen Meer beginnt die Laichwanderung in der zweiten Aprilhälfte bei 7 – 10°C Wassertemperatur. Andere Populationen warten etwas ab und gehen erst im Mai bei 10 – 15°C auf Wanderung. Die eigentliche Fortpflanzung spielt sich zum Beispiel in der Wolga bei 18 – 20°C Wärme a. Unter solchen Temperaturen schlüpfen die Larven nach 2 – 3 Tagen. Nach einer gewissen Verweilzeit an den Laichplätzen werden die Larven vom Strom ins Meer geschwemmt, wo sie aufwachsen. Schon im zweiten Lebensjahr sind die Dickwanste geschlechtsreif.

Als Nahrung dienen ihnen bevorzugt Krebstiere des Planktons, aber auch Wasserpflanzen und Algen. Sie selbst sind wiederum wichtige Nährtiere für die Raubfische.

Die ökonomische Bedeutung ist nicht groß. Bei der kaspischen Unterart werden die ertragsreichen Fänge gemacht, vor dem Zweiten Weltkrieg machten sie noch an die 40 000 Tonnen pro Jahr aus, in den sechziger Jahren waren es 32 000 Tonnen. Heute sind die Zahlen auf 10 000 – 12 000 Tonnen gesunken.

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Angefügte Bilder:
Kaspischer Dickwanst fertig.JPG  
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