Größe: 20 - 25 cm, ausnahmsweise bis 30 cm Gewicht: bis 400 g Fruchtbarkeit: 100000 - 400000 Eier D1 15 - 17; D2 45 - 56; A 40 - 46; P 14 - 17; V 6 - 8 Verbreitung: im Atlantischen Ozean an den Küsten Europas von Nordnorwegen bis Südportugal.
Am gestreckten Körper der Fünfbärtligen Seequappe befinden sich zwei Rückenflossen, deren erste wie bei der Draibärtligen und Mittelmeer-Seequappe von einem deutlich längeren Flossenstrahl und vielen dünnen und selbstständigen Strahlen gebildet wird. Kleine, dünne Schuppen bedecken den Körper der Fünfbärtligen Seequappe, die Seitenlinie senkt sich am Ansatz der Afterflosse mit einem ziemlich scharfen Bruch bis etwa zur Körpermitte und verläuft in dieser Höhe bis zur Schwanzwurzel. Die Länge des relativ kurzen Kopfes macht weniger als ein Fünftel der Körperlänge aus. An seinem Vorderrand sitzen in Maulnähe 5 fleischige Barteln, zwei davon am Vorderrand der Nasenlöcher, zwei an der Oberlippe und eine am Kinn. Die Farbe des Rückens ist dunkelbraun (zuweilen mit einer rötlichen Schattierung), der Bauch ist graublau gefärbt. Maulöffnung und Kiemenhöhle sind innen hellgelb.
Die Art lebt in der Flutzone an Küsten jeder Art, häufig im Pflanzenbewuchs. Mit Vorliebe suchen die Fische harten, steinigen Grund in 5 – 20 m Tiefe auf.
Sie laichen von Januar bis April in Untiefen vor der Küste oder in Flussmündungen. Eier und Larven sind pelagisch, die silberfarbenen Jungfische mit grünlichem Rücken leben bis zu einer Länge von 3 – 4 cm unter der Wasseroberfläche und gehen erst dann zu einem Leben am Boden über. Erwachen geworden, leben die überwiegend von Krustentieren und Kleinfischen.
Aufgrund ihrer kleinen Ausmaße haben die Fünfbärtligen Seequappen keine Bedeutung für die Wirtschaft. Die im Frühling in großen Schwärmen in den Oberflächenschichten auftretende Fischbrut ist jedoch eine wichtige Nahrungsquelle einiger Meeresvögel.