Größe: 25 - 35 cm, max. 50 cm Gewicht: 0,5 - 2 kg, max. 3 kg Fruchtbarkeit: 80000 - 2750000 Eier D 50 - 68; A 33 - 48; P 7 - 13; V 6 Verbreitung: vor Europas Küsten von der Barentssee bis Gibraltar und weiter im Mittelmeer, Schwarzen und Asowschen Meer sowie an der marokkanischen Küste. Mit Vorliebe dringen die Flundern in Binnengewässer ein und gelangen weit stromaufwärts, z.B. die Elbe hinauf bis Magdeburg.
Die Flunder ähnel T in Körperform wie –farbe sehr der verwandten Scholle (P. platessa). Am Kopf hat sie jedoch keinen Kamm aus Knochenhöckern, sondern sie besitzt an der Basis der Rücken- und Afterflosse eine Reihe kleiner, aber scharfer Warzen, die beim Abtasten deutlich spürbar sind. Auf beiden Seiten ist der Körper mit Rundschuppen bedeckt, die tief in der Haut stecken. Auf der Körperoberseite befinden sich am Kopf und entlang der fast gerade über die Körpermitte verlaufenden Seitenlinie mehrere dornige Knochenplättchen.
Von allen Plattfischen hat die Flunder, die am wenigsten einheitliche Augenstellung. Meist liegen sie auf der rechten Körperseite, doch gibt es auch zahlreiche Exemplare mit links liegenden Augen. Das Auftreten von Exemplaren mit links liegenden Augen nimmt nach Norden hin zu. Während im Schwarzen und Asowschen Meer bei 2, 5% der gefangenen Flundern die Augen linksseitig sind, sind es in der Barentssee 40 – 50 %.
Flundern leben auf Sand- oder Tonboden von der Flutzone bis 60 m Tiefe und sind besonders in der Nacht aktiv. Die größeren Exemplare verbringen den Tag im Sand vergraben. Im Küstenbereich ziehen sie bei Flut zum Ufer der Nahrung nach und kehren bei Ebbe in tiefere Gewässer zurück.
Die Laichzeit währt meist von Januar bis Juni oder noch länger. An vielen Stellen kreuzten sich die Flundern mit den Schollen. Die daraus entstehenden Hybriden tragen die Kennzeichen beider Arten. Ansonsten sind Eier, Larven und Jungfische wie den meisten Plattfisch-Arten pelagisch.
An einigen Standorten gehört die Flunder zu den wichtigen Nutzfischen. In der Ostsee zum Beispiel ist sie die meistgefischte Art der Schollen-Familie.