Größe: 20 - 30 cm; max. 45 cm D1 V -VI davon 2 freie Strahlen; D2 7 - 9; A 6 Verbreitung: im Mittelmeer, Ostgebieten des AtlantischenOzeans von Angola bis zu den Britischen Inseln und von Florida zu Rio de Janeiro.
Der Flughahn hat eine charakteristische Körperform, einen breiten, von einem Knochenpanzer umschlossenen Kopf mit großen Augen. Die Brustflossen bestehen aus zwei Teilen, der obere hat normal starke Flossenstrahlen, der untere wird von mehreren verdickten Strahlen gebildet. Vor der ersten Rückenflosse stehen zwei freie Stachelstrahlen. Rücken, Kopf und Flanken sind grau oder braungrün gefärbt und haben häufig dunkle Flecken, die mit hellen abwechseln. Die Bauchflossen sind schwach rötlich, auf den Brustflossen sind braune und hellblaue Tupfen, die in regelmäßigen Reihen angeordnet sind.
Die Flughähne laichen in den Sommermonaten in seichten Küstengewässern.
Als Nahrung dienen ihnen benthische Kleintiere.
Gewöhnlich halten sich die Fische in 10 bis 30 m Tiefe über Sand- oder Tonboden auf. Sie kriechen mit Hilfe der frei endenden Brustflossenstrahlen über den Boden.
Ihre Brut führt eine pelagische Lebensweise, sie entfernen sich nicht sehr weit von der Küste.
Oft wird sie von pelagisch lebenden Fischen (Thunfischen oder Makrelen) gefressen.
Die großen Brustflossen gaben früher Grund zu der Ansicht, dass diese Art über dem Wasser fliegen könne. Es konnte jedoch nur festgestellt werden, dass sich die Fische, wenn sie aus dem Wasser auf eine feste Unterlage bringt, mit Hilfe ihrer langen Brustflossen mehrmals überschlagen können. Angesichts ihres massiven Rumpfes kann schwerlich angenommen werden, dass sie aus dem Wasser springen oder schnell schwimmen können. Der Flughahn benutzt seine großen Brustflossen zur Verteidigung gegen angreifende Raubfische, indem er sie auseinanderspreizt und so den Eindruck eines wesentlich größeren Fisches macht.
In Europa sind sie ohne wirtschaftliche Bedeutung, doch finden sie z. B. in der japanischen Küche als Speisefische Verwendung.