Größe: bis 55 cm, meist 25 - 40 cm Gewicht: bis 1,5 kg Fruchtbarkeit: 140000 - 180000 Eier D IV - V 14 - 16; A III 17 - 23; l.l. 60 - 70 Verbreitung: entlang der europäischen Atlantikküste von Südskandinavien bis zur Pyrenäen-Halbinsel, Ostsee und Mittelmeer.
Ähnlich dem Maifisch ist die Finte hochrückig, doch unterscheidet sie sich von ihm durch die geringere Anzahl Reusendornen, die noch dazu kräftiger sind und ebenso lang wie die Kiemenblätter. Auch die Zahl der Seitenlinienschuppen ist kleiner. Wie allen Heringen fallen der Finte die Schuppen leicht ab. In der Färbung ähnelt die Finte dem Maifisch, die dunklen Flecken an den Seiten sind allerdings kleiner.
Finten wachsen relativ schnell, nach fünf Jahren messen sie bereits 40cm.
Ihre Laichzüge führen ins Binnenland. Allerdings laicht die Finte einen Monat später als der Maifisch. Im Alter von 2 oder 3 Jahren werden Männchen geschlechtsreif, mit 4 – 5 Jahren die Weibchen. Die Finte dringt nicht soweit stromaufwärts vor wie der Maifisch, der einst den Rhein 500 – 700km weit hinaufzog. Sie bleiben vielmehr im unteren Flussabschnitt 100 – 120km von der Mündung entfernt. Während der Laichwanderung nehmen die Fische keinerlei Nahrung zu sich. Täglich legen sie so etwa 5km zurück, und das über 20 – 40 Tage. Bis 19°C dauert die Entwicklung zur Larve vier oder fünf Tage. Bis zum Herbst spült die Strömung die Larven zur Flussmündung wo diese sich bis zum nächsten Frühling aufhalten und dann ins Meer schwimmen, in dem sie die Geschlechtsreife erlangen. Finten leben von Zooplankton und fressen als erwachsene Tiere auch kleinere Fische.
Angesichts der niedrigen Bestände der einzelnen Population besitzt die Art in heutiger Zeit keine wesentliche Bedeutung für den Menschen. Im Vergleich mit dem Maifisch ist das Fintenfleisch recht trocken und fettarm. Gelegentlich werden die Finten mit der Angel gejagt.