Größe: 4 – 6 m, höchstens 8 m Gewicht: 250 – 500 kg, vereinzelt bis 1400 kg Verbreitung: im gesamten Nordatlantik, in einigen Teilen des nördlichen Eismeers, im Nordpazifik. Im Atlantik dringt er südlich bis zur Seinemündung vor.
Der Grönlandhai gehört zu den großen Haien, er hat zwei kleine Rückenflossen, von denen die erste annähernd in der Körpermitte ansetzt. Auch Augen und Kiemenspalten sind im Vergleich zur Körperlänge klein. Der ganze Körper ist dunkel gefärbt, meist schwarzbraun. Tote Tiere verfärben sich leicht grau.
Grönlandhaie bevorzugen die Bodengewässer, auf der Jagd nach einer Beute steigen sie allerdings bis zur Oberfläche auf. Deshalb können sie auch von den Eskimos mit der Harpune gejagt oder mit kurzen Schnüren (18-20m) geangelt werden. Meist halten sie sich aber in 150 – 500m Tiefe auf, doch wurden sie auch schon bei 1200 Metern angetroffen.
Der praktisch alles fressende Grönlandhai erreicht ein hohes Alter. Bei einigen Exemplaren wurden im Margen Überreste von Mensche, wahrscheinlich Reste von ertrunkenen Fischern oder Seeleuten gefunden. Die Grönlandhaie sind eine Art „Müllabfuhr der Meere“, denn die verfolgen Walflotten und Fischverarbeitungsschiffe, um gierig die verschiedenen Abfälle zu verschlucken.
Angaben über die Fortpflanzungsbiologie gibt es nur sehr spärlich. Nach einigen Autoren legen die Weibchen im Frühjahr in großen Tiefen 300 – 500 hornartige Eikapseln von etwa 8cm Größe auf dem Grund ab, nach anderen Literaturquellen ist der Grönlandhai lebendgebärend und bringt in einem Wurf an 10 Junge von ungefähr 70cm auf die Welt.
In der Vergangenheit wurde dieser Hai wegen seiner reichlichen Vitamin A enthaltenen Leber stark bejagt, sein Fleisch aß man eher getrocknet oder gesalzen als frisch. Die Fänge gingen zurück und heute stellt an aus den gefangenen Grönlandhaien hauptsächlich Fischmehl her. Das Fleisch soll unter Umständen giftige Wirkung besitzen.