Größe: 3,5 - 4 m, max. 5 m Gewicht: 100 - 200 kg Fruchtbarkeit: 3 - 6 Junge Verbreitung: gemäßigte, subtropische und tropische Zonen aller Weltmeere, fehlt lediglich in den kalten Gewässern der Arktis, Antarktis und der nördlichen Gebiete des Stillen Ozeans. Junge Exemplare dringen manchmal auch in Flußmündungen ein.
Der recht große Heringshai zeichnet sich durch das Fehlen einer Nickhaut und durch eine fast symmetrische, halbmondförmige Schwanzflosse aus, deren oberer Lappen um ein weniges größer als der untere ist. Die Zähne sind groß, die Kiemenbögen haben keine Reusendornen. Die erste Rückenflosse übertrifft die zweite bei weitem an Größe und ragt beim schwimmen oft aus dem Wasser heraus. Beide Rückenflossen und die Schwanzflosse sind, ebenso wie der Bauch, am Rand hellgefärbt, während Rücken und Körperseiten blauschwarz bis grau sind. Da der Körper in der Mitte verhältnismäßig hochrückig ist, erinnert der Heringshai in seiner Form an einen Thunfisch.
Als schneller Schwimmer besitzt der Heringshai seitlich des Schwanzstiels kielförmige Auswüchse, die eine Wirbelbildung des Wassers verhindern und so die Fortbewegung erleichtern.
Meist begleiten 20 – 30 Haie zählende Gruppen Schwärme von Heringen, Sardinen oder Makrelen, die ihre hauptsächliche Nahrung sind. Dieser unwahrscheinlich gefräßige Hai unternimmt auf der Suche nach Nahrung lange Wanderungen.
Heringshai sind lebendgebärend, im Jahr nach der Befruchtung, meist in den Herbstmonaten, wirft das Weibchen 3- 6 Junge, die 50 – 70cm lang sind. Diese Größe erlangen sie unter anderem auch dadurch, dass sie während ihrer Entwicklung im Mutterleib die Embryos der unbefruchteten Eier auffressen.
Das Fleisch ist recht schmackhaft und geschätzt, es ist unter dem Handelsnamen „Kalbfisch“ bekannt. Allerdings sinken in letzter Zeit die Fangzahlen. Da die Heringshaie sich von wirtschaftlich wichtigen Fische ernähren, Netze beschädigen und von Zeit zu Zeit auch Menschen anfallen, werden sie zu den schädlichen und gefährlichsten Haifischen gerechnet.