Größe: 5 - 8 m, meist bis 2,5 m Gewicht: bis 1500 kg, meist 150 - 200 kg und weniger Fruchtbarkeit: 360000 - 7700000 Eier D 62 - 75; A 28 - 42 Verbreitung: Einzugsgebiet des Schwarzen, Kaspischen und Asowschen Meeres sowie der Adria.
Der Hausen unterscheidet sich als größte Art seiner Familie von der Gattung der Störe durch die Anordnung der Maulgegend. Er besitzt 11 – 14 knöcherne Rückenschilde, 40 – 52 Seitenschilde und 9 – 11 Bauchschilde. Sein Rücken ist grauschwarz, manchmal auch braunschwarz bis grünbraun, der Bauch ist weiß oder gelblich, die Knochenschilde schimmern etwas gelblich.
Hausen wachsen schnell, mit 10 Jahren erreichen sie etwa einen Meter Körperlänge, sie werden bis zu 100 Jahre alt.
Die Geschlechtsreife wird bei den Weibchen mit etwa 10 Jahren, bei Männchen mit etwa 15 Jahren erreicht. Zum Laichen zeiht der Hausen die großen Ströme flussaufwärts (Donau, Wolga, Don) und laicht im Mai. Angesichts seiner Ausmaße ist die Fruchtbarkeit riesengroß, wobei die Hausenweibchen bis zu mehreren Millionen Eiern ablegen. Bei einer Temperatur von 13°C dauert die Inkubation 8 Tage. Der Laich ernährt sich von benthischen Wirbellosen und geht dann allmählich zur Fischnahrung über. Bei sehr großen Exemplaren wurden auch schon Jungtiere der Kaspi-Ringelrobbe gefunden. Außerhalb der Laichzeit hält sich der Hausen im Meer auf, wo er ausreichend Nährfische findet.
Einige Populationen steigen bereits im Herbst die Flüsse hinauf (die sog. Herbststrasse), andere im zeitigen Frühjahr (Frühlingsstrasse). Die Herbststrasse überwintert im Fluss.
Der Hausen ist von großer wirtschaftlicher Bedeutung, allerdings gehen die Fangzahlen ständig zurück, weil die Elterntiere überfischt werden. Das Fleisch ist stark fetthaltig und wohlschmeckend, aus dem Rogen wird der bekannte Kaviar hergestellt.