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 E - J
Günni Offline

Administrator
Beiträge: 997


29.06.2008 21:07
Grundel antworten
Grundel (Gründling, Greßling)
(Gobio gobio)

Größe: 10 - 12 cm, max. 22 cm
Fruchtbarkeit: 1000 - 3000 Eier
D II - III 7; A II - III 6 - 7; l.l. 40 - 46
Verbreitung: in Europa ausgenommen der südlichen Halbinseln und des nordwestlichen Skandinaviens, Nordasien bis zum Jenissei, China, Flußgebiet vom Amur.

Der Gründling ist der zahlenstärkste und verbreitetste Fisch seiner Gattung. Er hat einen kleinen, lang gezogen spindelförmigen Körper, ein unterständiges Maul mit zwei Bartfäden. Sein Rücken ist braun, manchmal grünlich, die Seiten schmutzig grauweiß, zuweilen mit einem leichten gelben Schimmer. Rücken-, Schwanz- und Brustflossen sind graugelb mit mehreren Reihen dunkler, scharf abgegrenzter Flecken.

Gründlinge wachsen nur langsam, mit 5 oder 6 Jahren sind sie 10 – 15 cm lang. Geschlechtlich reifen sie im zweiten bis dritten Lebensjahr heran. Sie laichen von April bis Juni bei einer Wassertemperatur von 12 – 18°C in schnell fließendem, aber auch in stehendem Wasser über sandigem Grund. Die Männchen haben in dieser Zeit einen kräftigen Laichausschlag. Gelaicht wird in 3 – 4 Raten mit jeweils etwa einer Woche Pause. Meist ist der Laich zu kleinen Klumpen verklebt. Je nach Temperatur schlüpfen die Larven nach 6 – 10 Tagen. Sie leben am Grund, wo sie sich auch ihre Nahrung suchen (Mikroorganismen, Strudelwürmer, Larven von Krustentieren). Im Laufe ihres Wachstums gehen die Larven auf größere Nährtiere über, erwachsene Fische ernähren sich von Larven der Köcherfliegen und Zuckmücken, in geringem Maße auch von Pflanzen.

Gründlinge leben in Schwärmen in allen Flussabschnitten, in Weihern, Teichen und Staubecken. Sie tolerieren auch das leicht salzige Wasser der östlichen und nördlichen Ostsee. Ihnen genügen selbst Tümpel und Bächlein zum Leben. Werden sie aufgestört, so verstecken sie sich unter ausgespülten Ufern, zwischen Steinen und Wurzeln. In Karpfenteichen können sie sehr zahlenstarke Bestände bilden, die dann dem Karpfenbesatz als Futterkonkurrenten entgegentreten.

Gründlinge dienen als Futterfische und Köderfische.

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