Größe: 40 - 80 cm, max. 120 cm Gewicht: 2 - 5kg, max. 30 kg Fruchtbarkeit: 50000 - 150000 Eier je kg Körpergewicht des Rogners D III 7; A III 7 - 8; l.l. 43 - 46 Verbreitung: ursprünglich im Einzuggebiet des Amurs bis Kanton und Taiwan im Süden. Dann in ganz China, Rußland und Ukraine akklimatisiert, heute auch in Ost-, Mittel- und Westeuropa sowie in den USA.
Der Körper des Graskarpfens ist kräftig und lang gestreckt-spindelförmig, die Augen sind weit voneinander entfernt, so dass die Stirn auffällig breit wirkt (aber nicht so sehr wie beim Silberkarpfen), das Maul ist unterständig. Das Aussehen erinnert an den Döbel. Der Rücken ist graugrün, während die Seiten golden schimmern. Die Rücken- und Schwanzflosse sind dunkel, die anderen hellgrau, die Schuppen sind dunkel umrandet.
Der Graskarpfen ist ein stattlicher Fisch, der unter europäischen Bedingungen jedoch nur mäßige Ausmaße annimmt. Mit fünf Jahren erreicht er über einen halben Meter Länge.
Geschlechtsreif wird er mit 6 – 7 Jahren. Der im Flussbecken abgelegte Laich ist pelagisch und wird im Laufe seiner Entwicklung von der Strömung fortgetragen. Bei einer Wassertemperatur von 27 – 29°C schlüpfen die Larven bereits nach nicht ganz zwei Tagen. In Europa müssen die Fische künstlich vermehrt werden, wobei die befruchteten Eier in einem Inkubator bei 25°C ausgebrütet werden. Anfangs ernähren sich die Larven von Zooplankton, stellen sich dann aber schnell aus pflanzlicher Nahrung um, insbesondere auf höheren Pflanzen. Er wird deshalb als biologischer Wächter überall dort ausgesetzt, wo ein zu dichter Bewuchs der Wasserpflanzen stört.
Er ist ein Bewohner der großen Flüsse, besonders ihrer Unterläufe, doch bekommt ihm auch träge fließendes und stehendes Wasser, wenn es genügend warm ist und dichten Pflanzenwuchs aufweist. Diese perspektivreiche Art wird als Beifisch zum Karpfen gesetzt, um die Fischteiche besser auszulasten (in China wird er schon über 2000 Jahre zusammen mit dem Karpfen gezüchtet). In einigen Ländern, wie etwa den USA, bringt man ihm Misstrauen entgegen. Da die Art in Europa sich nicht natürlich vermehrt, besteht auch nicht die Gefahr einer ökologischen Überlastung durch sie.