Größe: 1,5 - 2,5 m, max. 2,85 m , Breite bis 2 m Gewicht: 75 - 100 kg, im Höchstfalle 113 kg Verbreitung: Atlantik von Island und Nordnorwegen bis ins westliche Mittelmeer.
Der Glattrochen ist die größte Rochenart der europäischen Gewässer und eine der größte lebenden überhaupt. Er hat eine Spitze Schnauze, die zwei bis dreimal so lang wie der Augenabstand ist. Junge Tiere tragen eine glatte Haut mit Ausnahme der vor und hinter den Augen stehenden Dornen. Bei erwachsenen Exemplaren ist die Rückenseite mit winzigen Hautzähnen übersät. Auf der Schwanzmitte befinden sich bei erwachsenen Fischen 12 – 20cm größere Dornen. Die Körperfarbe schwankt beträchtlich, sie reicht von oliven- bis dunkelzimtfarben, fast stets ist sie mit unregelmäßigen dunkleren oder helleren Flecken versehen. Junge Tiere besitzen auf dem Rücken ein paar ovaler, augenähnlicher Flecken mit dunkler Mitte.
Glattrochen leben in Tiefen von 30 – 600m, junge Exemplare kann man auch im flachen Uferwasser antreffen.
Dieser recht aktive Raubfisch ernährt sich in der Hauptsache von Dorschen und Heringen, verschmäht aber auch andere Rochenarten und selbst verschiedene Haiarten nicht.
Die Weibchen legen meist von Februar bis August eine noch nicht genau festgestellte Zahl von Eiern ab. Sie sind in 14 – 29cm langen Hornkapseln geschützt, an deren Enden zwei Bündel langer und dünner Haftfäden sitzen. Nach 5- 9 Monaten schlüpfen die bis 21cm langen Jungen. Ihre Geschlechtsreife erlangen sie bei einer Körperlänge von 1,5m.
Der Glattrochen hat gut schmeckendes Fleisch, das frisch oder konserviert zubereitet wird aus der Leber wird Tran gewonnen. Gefangen wird er vor allem mit Schleppnetzen (Trawle). Seine Fangquoten bewegen sich in den letzten Jahren zwischen 2000 und 3000t. Große Exemplare werden heute nur noch selten aufgebracht, anders vor 40 bis 50 Jahren.