Größe: 40 - 50 cm, ausnahmsweise bis 75 cm Gewicht: 1,5 - 4 kg, vereinzelt bis 7,5 kg Fruchtbarkeit: 1 - 10 Millionen Eier D 70 - 84; A 54 - 63; P 11 - 12 Verbreitung: im Atlantik an den Küsten Europas südlich des 60. Breitengrades bis zur marokkanischen Küste, in der Ostsee, dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer.
Der Glattbutt ist dem Steinbutt sehr ähnlich, er unterscheidet sich von ihm durch die ersten Flossenstrahlen der langen Rückenflosse, die nur etwa bis zur Hälfte durch die Flossenhaut verbunden sind sowie durch das Fehlen der „Steine“, der Knochenhöcker, zu beiden Seiten. Der Körper wird von kleinen Cycloidschuppen geschützt, die an der Unterseite des Fisches tief in die Haut eingelassen sind. Auf der Oberseite ist der Glattbutt grünbraun bis graubraun mit einer unregelmäßigen Marmorierung aus größeren dunklen und kleineren helleren Flecken. Die Unterseite ist cremeweiß.
Glattbutte dringen auch ins Brackwasser nahe der Flussmündungen vor. Meist leben sie am Grund ca. 5 – 70 cm tief.
Im Mittelmeer laichen sie von März bis Juni, in den nördlicheren Verbreitungsgebieten von Mai bis August. Eier und Larven sind pelagisch, zur Verschiebung der Körperachse und Umstellung auf das Leben am Boden kommt es bei einer Länge von 20 – 35 mm.
Die Brut ernährt sich vor allem von Krustentieren und anderen Wirbellosen, in der Nahrung der erwachsenen Glattbutte überwiegen Fische, besonders ihre Larvenstadien und kleinere Exemplare.
Die erwachsenen Exemplare halten sich gewöhnlich an ein und derselben Stelle auf, wo sie dank ihrer perfekten Farbanpassung nur schwer vom Untergrund zu unterscheiden sind. Bisweilen graben sie sich teilweise in den Boden ein.
Die Jahresfänge belaufen sich auf 1000 bis 2000 t, früher waren die Fangzahlen höher, durch Überfischen der Bestände gingen sie stark zurück. Damit sich die Bestände erholen, dürfen nur noch Tiere gefangen werden, die mindestens 30 cm lang sind.