Größe: 120 – 180 cm, max. bis 2 m Gewicht: 30 – 40 kg Fruchtbarkeit: 5 – 60 Millionen Eier D1 13 – 16; D2 60 – 70; A 57 – 66; P 18 – 21 Verbreitung: europäische Küsten des Nordatlantiks von der Barentsee und Island bis zum Golf von Biscaya.
In Körperform und Lebensweise ähnelt der Leng der Quappe aus den Binnengewässern. Doch besitzt er, wie auch die anderen Molva-Vertreter, keine Seitenlinienporen am Kopf und es fehlen ihm auch die röhrenartigen, an den Barteln erinnernden Verlängerungen der Nasenöffnungen. Der Oberkiefer steht ein wenig vor, das Kinn trägt einen Bartfaden. Die erste Rückenflosse ist kurz, die zweite lang. Die kurzen Bauchflossen reichen nicht bis zum Ende der Brustflossen. Auch die Augen sind nicht allzu groß und ihr Durchmesser entspricht etwa der Hälfte der Schnauzenlänge. Die Rückenseite des Lengs ist grünbraun bis grau und mit hellen Flecken versehen, der Bauch ist hell gefärbt. Am hinteren Rand der beiden Rückenflossen und der Afterflossen befindet sich je ein dunkler Fleck mit hellerem Rand.
Lenge sind wenig beweglich und halten sich meist in 100 – 500 m Tiefe über hartem, steinigem Grund auf.
Sie laichen von März bis Juni bei einer Wassertemperatur von 5 – 10°C und zeichnen sich durch eine große Fruchtbarkeit aus. Die im Durchmesser 1 mm großer Eier entwickeln sich in den Oberflächenschichten, etwa ab 8 cm Länge leben die Larven dann am Boden. Beide Geschlechter reifen im Alter von 8 – 10 Jahren und mit einer Größe von 80 – 100 cm.
Überwiegend werden die Lenge mit Hakenschnüren. Trawlnetzen sowie von Sportfischern mit der Angel gefangen. Jährlich werden 50 – 60 Tausend Tonnen an Land gebracht. Das Fleisch ist von guter Qualität.