Größe: 15 – 20 cm, vereinzelt bis 30 cm (Männchen) D IV 9; A 9 Verbreitung: im Schwarzen Meer, im Mittelmeer und in den angrenzenden Teilen des Atlantiks von Mittelnorwegen und Island bis zum Kap Verde (Senegal).
Beim gestreiften Leierfisch ist der Rumpf auf der Bauchseite leicht abgeflacht, der Kopf ist relativ groß. Auf dem Vorderkiemendeckel befinden sich vier Knochenstacheln, von denen jedoch zwei nach oben, einer nach hinten und einer unter der Haut versteckt nach vorne weist. Die Männchen haben eine stark entwickelte Afterpapille, die bei den Weibchen kaum erkennbar ist. Die Körperfärbung ist sehr veränderlich. Der Rücken der Männchen ist dunkel mit einem rötlichen Ton und hellblauen oder hellvioletten Flecken. Über die Seiten zieht sich ein orangefarbener Streifen, der oben und unten von einem blauen Streifen begleitet wird. Die erste Rückenflosse ist apfelsinenfarben mit schwarzen oder hellblauen Binden, die zweite Rückenflosse verfügt über vier hellblaue Längsstreifen. Die Afterflosse ist dunkel umrahmt, die Schwanzflosse ist bläulich. Die Weibchen sind bräunlich, an den Seiten heller, am Bauch schmutzigweiß.
Vor der norwegischen Küste laichen die Fische von November bis Dezember, in dänischen Gewässern von April bis August und im Ärmelkanal von Januar bis Juni. In dieser Zeit trägt das Männchen ein herrliches Farbkleid. Beide Partner schwimmen dicht nebeneinander senkrecht zum Wasserspiegel, wobei das Weibchen von den männlichen Bauchflossen umfasst wird. Die befruchteten Eier steigen an die Oberfläche. Die Larven leben pelagisch, mit 10 mm Länge sinken sie auf den Grund und führen von nun ab ein Leben am Grund.
Männchen werden 4 – 6 Jahre alt, Weibchen 6 – 8 Jahre. Die Männchen sind etwa schnellwüchsiger als die Weibchen und erreichen mit vier Jahren etwa 20 cm, die Weibchen werden nur etwa 15 cm lang.
Ihre Nahrung besteht aus Krustentieren, Würmern und Weichtieren.
Für den Menschen sind sie ohne Bedeutung, die Gestreiften Leierfische dienen Raubfischen als Nahrung.