Größe: 60 – 100 cm, max. 150 cm Gewicht: 3 – 15 kg, vereinzelt bis 35 kg Fruchtbarkeit: 6000 – 26000 orangenfarbene Eier von 5 – 6 mm Durchmesser D III – IV 9 – 11; A III 7 – 8; l.l. 120 – 130 Verbreitung: europäische Küsten des Nordpolarmeeres und des Atlantiks, vor Island, Südgrönland und der Ostküste Nordamerikas.
Den Atlantischen Lachs erkennt man an der schwächeren Schwanzwurzel und der schwach ausgebuchteten Schwanzflosse, dem kürzeren Oberkiefer, der den hinteren Augenrand nicht erreicht, der größeren Anzahl Reusendornen am ersten Kiemenbogen, der Zahl der Zähne im oberen Gaumen und am Pflugscharbein sowie an der Länge der Afterflossenstrahlen und an der Färbung, die jedoch stark veränderlich ist.
Während der Laichzeit erscheinen seitlich am Kopf rote und orangefarbene Flecken, der Bauch färbt sich rosa.
Der Atlantische Lachs kommt nicht nur in Küstennähe vor, er unternimmt auch lange Wanderungen auf der Suche nach Nahrung.
Zur Fortpflanzung benötigt er Süßwasser und steigt daher nach Erreichen der Geschlechtsreife vier – bis fünfjährig seinen Geburtsfluss hinauf und zieht stromaufwärts bis in die Oberläufe, weiter noch als die Forelle. Auf seinem Weg ist er in der Lage, bis zu 2m hohe Hindernisse zu überspringen. An den Laichplätzen angekommen, schlagen die Weibchen mit mächtigen Schwanzschlägen schüsselförmige Laichgruben in den Grund, in die sie ihre Eier ablegen. Nach dem von Oktober bis Dezember dauernden Laichen gehen vor allem die Männchen oft ein. Einige Tiere nehmen aber sogar mehrmals am Laichen teil. Im Frühjahr schlüpfen die Larven aus den Eiern. In kleineren Schwärmen schwimmen sie allmählich ins Meer zurück. Manchmal dauert diese Reise bis zu drei Jahren. Unterwegs ernähren sie sich hauptsächlich von Krustentieren und Fischen. Lachse werden auf die verschiedenste Weise im Meer und auf ihrem Laichzug gefischt.
Ihr Fleisch wird sehr geschätzt, der Weltfang überschritt in den letzten Jahren 12 000 t. Wegen Überfischung, der Wasserverschmutzung und der Anlage hoher Wehre und Staumauern, die den Lachs bei seinem Laichzug behindern, gehen in letzter Zeit die Bestände immer mehr zurück.