Größe: 80 – 110 cm, ausnahmsweise bis 120 cm Gewicht: 4 – 10 kg, max. 21 kg Fruchtbarkeit: 10000 – 25000 Eier D 69 – 79; A 42 – 48; 74 – 75 Wirbel Verbreitung: von Grönlands Küsten bis zur Insel Nowaja Semlja in Sibirien, nach Süden bis vor Frankreich.
Von den fünf Vertretern der Familie ist der Seewolf in Europa der verbreitetste. Er hält sich meist auf Sandbänken zwischen Steinen oder Felslöchern auf, manchmal in Tiefen bis über 200 m. Sein gestreckter Körper trägt eine lange Rückenflosse, die sich vom Kopfende bis fast zur Schwanzflosse zieht, von der sie sich aber deutlich abhebt. Bauchflossen sind wie bei den anderen Arten dieser Familie nicht vorhanden, die Schuppen sind verkümmert. Für charakteristisches Kennzeichen ist das breite Maul mit den starken, kegeligen Zähnen auf den Kiefern. Seewölfe sind dunkelgelbgrün gefärbt und haben mehrere dunkle, dorsoventral verlaufenden Streifen. Der Bauch ist hellgelb.
Wahrscheinlich laicht der Seewolf in der letzten Winterhälfte in ziemlich großer Tiefe. Seine Eier haben einen Durchmesser von 5,5 – 6 mm und sinken zu Boden, manchmal bleiben sie an Algen hängen. Die Larven schlüpfen mit bis zu 12 mm Länge und fallen durch ihren großen Dottersack auf, der ihnen über dreieinhalb Monate als Nahrung dient.
Seewölfe bewegen sich durch Wellenbewegungen des ganzen Körper, ähnlich wie der Aal fort. Ihre Wanderungen sind bekannt, aber noch nicht genügend erforscht. Man nimmt an, dass sie im Frühjahr nach Osten schwimmen und im Herbst wieder nach Westen zurückkehren.
Im Nordatlantik gelangt der Seewolf oft beim Dorschfischen in die Trawlnetze. Sein Fleisch schmeckt ausgezeichnet und in Skandinavien wird seine Leber als Delikatesse verspeist. Die feste und dicke Hau wird zu Taschen, leichten Damenschuhen und Büchereinbänden verarbeitet.