Größe: 8 – 10 cm, max. 16 cm D XIV 9 – 11; A II 9 – 11 Verbreitung: im Mittelmeer und Schwarzen Meer, im Atlantik an der Südwestküste der Pyrenäenhalbinsel und vor der Nordwestküste Afrikas bis Dakar, vor Madeira, den Azoren und den Kanarischen Inseln.
Der Mönchsfisch ist kleiner Fisch mit einem hochrückigen, ovalen, seitlich abgeflachten Körper. Die Schwanzflosse ist gabelartig tief eingeschnitten, ein wesentlicher Teil der langen Rückenflosse wird von unverzweigten Hartstrahlen gebildet. Der ganze Rumpf, die Flossenansätze und der Kopf mit Ausnahme der Umgebung der Nasenlöcher sind mit Schuppen bedeckt. Die an den Seiten ziemlich groß und am hinteren Rand schwarz gesäumt sind. Das endständige Maul ist klein, die Seitenlinie verläuft bis zum Beginn des wichen Teils der Rückenflosse zusammenhängend. Am Schwanzstiel zerfällt sie zu einzelstehenden Poren. Der Mönchsfisch ist der einzige europäische Vertreter der Rabenfische. Seine Farbe ist schwarzbraun, seitlich zum Teil mit einem silbervioletten Glanz. Rücken- und Schwanzflosse haben helle Ränder.
Mönchsfische leben in seichten, ufernahen Gewässern, wo sie meist in kleinen Schwärmen im freien Wasser oder über steinigem Grund auftreten.
Ihre Fortpflanzungszeit dauert von Juni bis August, sie laichen in 1 – 6 m Tiefe, wo die Männchen ein geeignetes Revier besetzen und dort mit den Lippen die Oberfläche eines Steines oder Felsblockes säubern. Dann lockt es ein laichreifes Weibchen mit tanzartigen Bewegungen über die gereinigte Stelle. Die ovalen Eier bleiben mit ihren fadenähnlichen Auswüchsen am Untergrund haften und werden dort vom Männchen längere Zeit bewacht. Es vertreibt Eindringlinge und wedelt mit den Brustflossen Unrat weg und Sauerstoff hinzu. Larven und erwachsene Fische leben von Algen und Zooplankton.
Vor Einsetzen des Winters schwimmen die Fische von den Küstenuntiefen fort, da sie bei 5 – 6°C Wassertemperatur verenden.
Angesichts ihrer geringen Größe sind sie ohne wirtschaftliche Bedeutung, doch gelangen sie ab und zu ins Netz.