Größe: 80 – 120 cm, max. 140 cm Verbreitung: Mittelmeer und östlicher Atlantik vor den europäischen und afrikanischen Küsten.
Die Mittelmeermuränen haben einen aalähnlichen aber recht hohen Körper und eine zugespitzte Schnauze. In der großen Maulöffnung sitzen lange und scharfe Zähne in je einer Reihe an Ober- und Unterkiefer. Die niedrige Rückenflosse beginnt dicht hinter dem Kopf, die kleine Kiemenöffnung befindet sich ungefähr in der Mitte des hinteren Kopfrandes. Die Nasenöffnungen sind röhrenartig verbunden. Rücken und Seiten sind dunkelbraun bis purpurbraun gefärbt und tragen zahlreiche große und unregelmäßige gelbe Flecken mit dunkler Marmorierung. Die Bauchseite ist ebenso wie der Kopf heller, letzterer hat nur winzige Flecken.
Mittelmeermuränen leben in Küstennähe, bevorzugt an Stellen mit reich gegliedertem, felsigem Grund, wo sie zahlreiche Versteckmöglichkeiten finden. Die vor allem nachtaktiven Tiere leben meist von Fischen und Mullusken. Ihr Blutserum ist giftig und bereits Galenus berichtete von zahlreichen Vergiftungen durch den Genuss von mit frischem Muränenblut gewürzten Speisen. Die Bisse dieser aggressiven Tiere sind äußerst schmerzhaft und in bestimmten Fällen auch gefährlich, wovon Sporttaucher zu berichten wissen. Bei der Zubereitung des Fleisches mit mindestens 75°C verliert sich die Giftigkeit des Blutserums und das Muränenfleisch ist in einigen Mittelmeerländen sehr beliebt.
Hoch geschätzt wurde es bereits im antiken Rom, wo die Muränen in besonderen Becken gehalten wurden.