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Günni Offline

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Beiträge: 997


03.07.2008 22:18
Meerjunker antworten
Meerjunker
(Coris julis)

Größe: bis 25 cm
D IX 12; A III 12; l.l. 73 – 80
Verbreitung: im Schwarzen Meer, im Mittelmeer und in den angrenzenden Teilen der europäischen Atlantikküste.

Der Meerjunker hat einen gestreckten Körper und eine lange Rückenflosse, die anders als bei den übrigen Lippfischgattungen weniger als 10 Stachelstrahlen hat. Insgesamt gehören der Gattung Coris 10 Arten aus tropischen und subtropischen Meeren an. Bei den Männchen sind die ersten drei Hartstrahlen in der Rückenflosse verlängert. In der äußeren Reihe stehen konische und scharf zugespitzte Zähne, die beiden Vorderzähne und in geringerem Maße auch zwei Zähne der zweiten Reihe erinnern an nach vorn gerichtete Stoßzähne. Die Körperfarbe wechselt mit dem Geschlecht, dem Alter und der Wassertiefe. Erwachsene Weibchen haben meist einen blaugrünen Rücken, über die Seiten zieht sich vom Auge bis zur Schwanzflosse ein breiter orangegelber Streifen. Darunter befindet sich eine kürzere und schmalere schwarze Binde. Der Bauch ist silbrigweiß. Am Rand des Kiemendeckels ist ein leuchtend hellblauer Fleck. Auf der Rückenflosse befindet sich beim Männchen ein großer, ovaler entweder schwarzer oder grauer Fleck, der den Weibchen fehlt. Sie haben einen braunen Rücken und beiderseits am Bauch einen goldenen Streifen. Die Männchen sind größer als die Weibchen.

Beide Geschlechter sind so verschieden gefärbt, dass sie als zwei selbstständige Arten beschrieben wurden – die Männchen als C. julis, die Weibchen als C. giofredi.

Meerjunker sind Zwitter, die zuerst weibliche und später männliche Geschlechtsdrüsen entwickeln. Beide Drüsentypen befinden sich an der gleichen Stelle. Nach der Degenerierung der Eierstöcke nehmen die männlichen Geschlechtszellen rasch ihren Platz ein. Fische bis 8 cm sind ausschließlich Weibchen, solche über 15 cm nur Männchen. Exemplare zwischen 8 und 15 cm sind zu zwei Drittel Männchen. Bei einigen Männchen bleibt das weibliche Farbkleid erhalten.

Die Meerjunker laichen im Laufe des April, ihre Eier sind pelagisch. Krustentiere und Weichtiere dienen ihnen als Nahrung.

Die tagaktiven Fische leben in 3 bis 120 m Tiefe zwischen Riffen im Pflanzenbewuchs.

Wirtschaftlich sind sie ohne Bedeutung.

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