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Günni Offline

Administrator
Beiträge: 997


03.07.2008 22:20
Meerbarbe, Gestreifte antworten
Meerbarbe, Gestreifte (Streifenbarbe)
(Mullus surmuletus)

Größe: 25 – 35 cm, max. 50 cm
Gewicht: 0,5 – 1 kg, selten bis 1,5 kg
D1 VII – VIII; D2 I 7; A II 5 – 6; P 17 – 18
Verbreitung: Atlantikküste Europas und Afrikas von Südnorwegen bis Senegal, Mittelmeer.

Die Streifenbarbe, eine nahe Verwandte der Rotbarbe unterscheidet sich von ihr durch ihre Farbe und den weniger steil abfallenden Vorderkopf, der mit der Körperlängsachse einen Winkeln von 40° - 52° bildet, währen er bei der Rotbarbe 44° - 58° ausmacht. Auch einige anatomische Merkmale unterschieden beide Arten (z. B. die Anzahl der pylorischen Darmanhängsel) sowie die Zahl der kleinen Schuppen unter dem Auge (die Streifenbarbe hat zwei, die Rotbarbe hat drei). Sonst ähneln sich beide Arten in Körperform und Lebensweise sehr.

Tagsüber ist der Körper der Streifenbarbe rotbraun gefärbt und hat drei bis vier gelbe Längsbinden von dem Auge bis zur Schwanzflosse. Nach der Dämmerung zerfallen diese Streifen und die Seiten erscheinen marmoriert. Auf der ersten Rückenflosse befinden sich meist am oberen Rand ein braunroter und ein gelber Längsstreifen. Jedoch ist das Farbkleid sehr variabel und ändert sich mit dem Standort, der Wassertiefe und der Jahreszeit.

Streifenbarben leben in kleinen Schwärmen in 3 – 100 m Tiefe auf Sandböden. Mit Hilfe ihrer langen Tastbarteln sondieren sie in den Bodenablagerungen nach Nährtieren und schaben – wenn sie solche entdeckt haben – ziemlich tiefe Gruben in den Grund. Sie fressen vornehmlich verschiedene benthische Lebewesen, einschließlich der Brut einiger Fischarten.

In den Sommermonaten laichen sie in 10 bis 60 m Tiefe, wo sie pelagische Eier ablegen. Die an der Oberfläche lebende Brut hat einen bläulichen Rücken und silbrige Seiten.

Das Fleisch der Streifenbarbe ist sehr schmackhaft und galt bereit im Altertum als Delikatesse. Die Römer hielten diese Fische in Lagunen, denn sie vertragen das salzarme Wasser ausgezeichnet.

Heute werden sie besonders im Mittelmeer und im Golf von Biscaya mit Schleppnetzen und Angeln gefangen.

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