Größe: 8 – 10 cm, ausnahmsweise bis 12 cm Fruchtbarkeit: bis 2500 Eier D1 VI – VII; D2 I 14 – 17; A I 11 – 16 Verbreitung: in den Küstengewässern des Schwarzen, Asowschen und Kaspischen Meeres sowie in den Zuflüssen, in denen die Fische bisweilen bis in die Vorgebirgsregion aufsteigen.
Die Marmorierte Grundel hat einen kleinen, spindelförmigen und seitlich abgeflachten Körper. Die Schuppen sind winzig und rau. Von oben gesehen ist der Kopf nach den Seiten hin verbreitert. Zwei charakteristische Merkmale sind die röhrchenartigen, wie Fühler lang gezogenen vorderen Nasenlöcher und die unpaare Saugscheibe unter den breiten, schaufelartigen Brustflossen. Eine Seitenlinie ist nicht vorhanden. Die Schuppen stehen zu 36 – 48 in Querreihen. Meist ist die Farbe des Körpers gelbgrau mit mehreren unregelmäßig verteilten, dunklen, hochstehenden Flecken. An der Basis der Schwanzflosse befindet sich ein schwarzer Fleck.
Wird der Fisch aus dem Wasser gezogen oder auch nur beunruhigt, verbleichen oft die Farben. Marmorierte Grundeln werden maximal 5 Jahre alt. Meistens sterben beide Geschlechter nach dem ersten Laichen im Alter von 2 – 3 Jahren.
Die Weibchen legen von März bis Mai im seichten Wasser ihre Eier in Nester am Boden, häufig auch in Muschelschalen oder auf Steine ab. In der Laichzeit führen die Männchen untereinander Rivalenkämpfe aus, die befruchteten Eier werden angeblich von einem der Eltern beschützt.
Die Geschlechter kann man anhand der Form der Afterpapille unterscheiden, die bei den Männchen länger, dünner und zugespitzt ist. Bei kleineren Exemplaren sind jedoch außerhalb der Fortpflanzungszeit die Geschlechtsmerkmale mit dem bloßen Auge nur schwer zu erkennen.
Die nachtaktiven Fische verstecken sich tagsüber meist unter Steinen. Sie leben in den ufernahen Bereichen der Meere und Flüsse, aber auch in dicht bewachsenen Sümpfen, Entwässerungskanälen und verschlammten Gewässern in Überschwemmungsgebieten. Sie sind schlechte Schwimmer und bewegen sich meist mit seltsamen Sprüngen über den Grund. Aufgestört, verschwinden sie allerdings mit einem blitzschnellen Sprung in einem Versteck.
Sie ernähren sich von kleinen Insektenlarven, Würmern und Weichtieren.
Gelegentlich fallen sie einen Raubfisch zum Opfer, zuweilen nimmt man sie als Köderfisch und ab und zu werden sie in Aquarien gehalten.