Größe: 30 – 40 cm, meist 15 – 25 cm Gewicht: bis 1,2 kg, meist 100 – 400 g Fruchtbarkeit: 1700 – 4800 Eier D IV 8 – 9; A IV 11 – 13; l.l. 70 – 93 Verbreitung: Flussgebiet der Ostsee, die Umgebung von Murmansk, Oberlauf der Wolga, Flüsse Englands und Schottland.
Der Gattung Coregonus gehören Fische mit relativ großen Schuppen und kleinem Maul an, die kleine Eier hervorbringen. Allerdings ist die genaue Abgrenzung der einzelnen Arten nur schwer möglich.
Die Kleine Maräne gehört zu den kleinsten ihrer Gattung und reift in einigen Populationen bereits mit 8 cm Länge geschlechtlich heran. Ihr Körper ist schlank, der Unterkiefer ist länger als der Oberkiefer und steht vor, so dass das Maul oberständig ist. Der Rücken ist blau angehaucht, Bauch und Seiten sind silberglänzend. Rücken-, Bauch-, Schwanz- und Brustflosse sind dunkler, die übrigen fast farblos.
Kleine Maränen werden mit 2 – 3 Jahren geschlechtsreif. Bei den Seepopulationen verläuft das Laichen an flachen Stellen in den Zuflüssen der Seen bei 4 – 6°C im November und Dezember. Daher ist die embryonale Entwicklungsphase sehr lang und dauert 100 – 130 Tage. Zahlreiche ökologische Faktoren dezimieren die Embryos, wie etwa Sauerstoffmangel, niedriger Wasserstand und anschließende Vereisung. Daher schwankt die Zahlenstärke der einzelnen Jahrgänge beträchtlich.
Die Kleine Maräne wurde auch in die europäische Teichwirtschaft eingeführt, da man annahm, dass sie die kleinen Planktonarten verwertet und so die natürliche Produktivität der Teiche erhöht. Diese Erwartungen erfüllten sich jedoch nicht, da es sich um einen pelagischen Fisch handelt, der sich überwiegend von Zooplankton ernährt. In einigen der in letzter Zeit immer mehr eutrophen Seen, aber auch in Teichen, orientierte sich die Kleine Maräne auch auf benthische Tiere (Mollusken) um. Man fängt die Maräne mit Kiemennetzen, Wasen und Fischfallen.