Größe: bis 75 cm, meist 30 – 40 cm Gewicht: bis 3, meist 0,7 – 1,5 kg Fruchtbarkeit: 250000 – 350000 Eier D IV – V 13 – 17; A III 17 – 22; l.l. 70 – 87 Verbreitung: Atlantikküste Europas, Westgebiete des Mittelmeeres.
Von den übrigen Gattungen der Heringsfamilie unterscheidet sich Alosa durch zwei große blattartige verlängerte Schuppen am Schwanzflossenansatz. Der Oberkiefer hat eine tiefe Kerbe, sog. Hasenscharte. Der Körper ist hochrückig, seitlich zusammengedrückt, die Bauchkante mit scharfen Kielschuppen versehen. Zur Unterscheidung der einzelnen Arten ist die Anzahl der Kiemenreusendornen wichtig. Sie sind dünn und länger als die Kiemenblätter und dienen, wie bei allen Heringen, zum Auffangen des Planktons. Auf dem Rücken ist der Maifischdunkelblau-grün, an den Seiten silbrig, gelegentlich auch leicht golden gefärbt. Auffällig ist der große dunkle Fleck am Kiemendeckelrand. Auch an den Seiten befinden sich noch mehrere dunkle Flecken, die besonders bei verendeten Tieren ins Auge fallen.
Der anadrome Wanderfisch zieht zum Laichen ins Binnenland. Im Mai finden in Flussabschnitten mit starker Strömung und sandigem oder steinigem Grund die Laichspiele statt. Danach kehren die Elternfische ins Meer zurück, der Laich bleibt bis zum Herbst im Süßwasser. Dann lässt er sich passiv vom Fluss ins Meer tragen. Hier ernährt sich der Maifisch vom Zooplankton, im Brackwasser der großen Flussmündungen lebt er auch von verschiedenen Krustentieren. Mit hoher Wahrscheinlichkeit fangen große Exemplare auch Kleinfische.
Das Fleisch ist von ausgezeichnetem Geschmack. Vor Jahren wurden Maifische regelmäßig in französischen Flüssen und im Rhein gefischt, ihre Bestände nahmen aber nach dem Zweiten Weltkrieg rapide ab. Neben der Überfischung tragen an den extrem niedrigen Beständen auch die Flussverschmutzung und die Vernichtung geeigneter Laichplätze bei.