Größe: 25 – 30 cm, max. 35 cm Gewicht: 0,5 – 1 kg, max. 1,5 kg Fruchtbarkeit: 50000 – 200000 Eier D 50 – 62; A 33 – 44; P 8 – 12 Verbreitung: in arktischen Gewässern von der Barentsee im Westen bis zur Tschukschensee im Osten.
Die Polarscholle ist der einzige in europäischen Gewässern verbreitete Vertreter der nicht allzu artenreichen Gattung Liopsetta. Einige weitere Arten leben im nördlichen Teil des Stillen Ozeans. Polarschollen haben eine runde Körperform, die Augen sitzen auf der rechten Kopfseite, die Rückenflosse beginnt ungefähr über der Augenmitte und der Kopf ist klein. Die Seitenlinie ist fast geradlinig, nur im Bereich der Brustflossen ist die leicht gewölbt. Die Schuppen sind bei den Männchen gewöhnlich ctenoid, bei den Weibchen cycloid. Die Körperoberseite ist braun oder dunkeloliv und weist eine große Zahl dunkler, sich auflösender runder Flecken auf, sie sich auch auf die unpaaren Flossen erstrecken. Auf der weißen Unterseite zeigen sich bei manchen Exemlaren dunkle Flecken.
Die Polarschollen sind kälteliebend und ertragen gut Minustemperaturen. Sie leben auf Sandbänken in der Nähe der Küste, wobei sie Tonboden bevorzugen und sich auch gern im süßeren Wasser vor den Flussmündungen aufhalten.
Ihre Nahrung besteht am Boden lebenden Würmern, Weichtieren, Krustentieren und kleinen Fischen, auf die sie, im Schlamm oder Sand eingegraben, lauern. Mit ihrem Körper wirbeln sie die oberste Bodenschicht auf, deren Teilchen sich dann auf dem Körper absetzen und selbst ein aufmerksamer Beobachter sieht nur ihre Augen, die gespannt die Umgebung betrachten.
Wie auch andere Plattfische können sie ihre Augen nach allen Seiten wenden und sogar jedes Auge selbstständig bewegen. Die 12 – 14 Jahre alt werdenden Polarschollen erreichen ihre Laichreife mit 4 – 5 Jahren.
Sie laichen meistens unter dem Eis von Januar bis März.
Ihr Fleisch ist weiß und schmackhaft. Genauere Fangzahlen sind nicht bekannt, da eigene Statistiken für den Fang dieser Art nicht geführt werden. In den Fängen überwiegen 5 – 6 jährige Fische.