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Günni Offline

Administrator
Beiträge: 997


04.07.2008 11:43
Pliete antworten
Pliete (Güster, Blicke)
(Blicca bjoerkna)

Größe: 15 – 20 cm, max. 35 cm
Gewicht: 200 – 500 g, max. 1 kg
Fruchtbarkeit: 15000 – 110000 Eier
D III 8 – 9; A III 19 – 24; l.l. 41 – 52
Verbreitung: Loire, Rhône, Zuflüsse der Nord- und Ostsee, des Schwarzen und Kaspischen Meeres bis zum Ural.

Von der Gattung Abramis unterscheidet sich Blicca durch die zweireihigen Schlundzähne (Bleie haben einreihige Schlundzähne). Auf dem ersten Blick lässt sich die Güster vom Blei anhand ihrer großen Augen und der farbenfrohen paarigen Flossen unterscheiden. Die Afterflosse ist kürzer als beim Blei und beginnt erst hinter dem letzten Strahl der Rückenflosse. Die Güster hat einen grauschwarzen Rücken, silberfarbene Seiten mit einem typischen metall-bläulichen bis grünlichen Glanz. Die unpaaren Flossen sind grau, die Ansatzstellen der paarigen Flossen sind rötlich oder orangerot gefärbt.

Die sonst zu den mittelgroßen Arten gehörende Güster wird in manchen Karpfenteichen bis über ein Kilo schwer. Sie wächst langsamer als der Blei und erreicht mit 5 oder 6 Jahren 15 cm Länge, mit 8 – 10 Jahren 25 cm je nach dem Futterangebot.

Ein Teil der Tiere wird schon im zweiten Lebensjahr geschlechtsreif (vor allem die Männchen), der Rest im dritten. Von Mai bis Ende Juni laichen sie portionsweise oft an den gleichen Laichplätzen wie die anderen Weißfische (vor allem Plötzen, Rotfedern und Bleie, mit denen sie Bastarde bilden).

In manchen Gewässern entstehen durch die Überbevölkerung langsam wachsende Populationen. Güster bewohnen die Unterläufe der Flüsse, Durchflussteiche, neu entstandene Staubecken, Weiher in Überschwemmungsgebieten großer Flüsse.

Ihre wirtschaftliche Bedeutung ist gering. Während der Laichwanderungen im Frühjahr treten sie als Beifang in Schleppnetzen auf. Für den Sportfischer sind sie uninteressant. Doch stellen sie ernste Futterkonkurrenten für die Nutzfische dar.

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