Größe: 30 – 50 cm, max. 70 cm Gewicht: 0,5 – 1,5 kg, in Ausnahmefällen bis 2,5 kg D III – V + I – II 26 – 28; A II + I 16 – 18; V 5 – 6 Verbreitung: Kosmopolit
Der spindelförmige Körper des Lotsenfisches ist rund und die Seiten des Kopfes sind schuppenbedeckt. Zu beiden Seiten des Schwanzstiels zieht sich über die Mitte ein fleischiger Kiel. Das Vorderteil der Afterflosse wird von 2 und die Rückenflosse von 3 – 5 kurzen, nicht durch eine Haut verbundene Hartstrahlen gebildet. Die Grundfarbe des Körpers ist graublau bis graugrün, in der unteren Hälfte überwiegt das Silbrige. Typisch für den Lotsenfisch sind jedoch die 5 – 7 breiten, dunklen Querbinden.
Verbreitet ist die Art in allen Weltmeeren mit einer Wassertemperatur über 18°C. In kältere Gewässer verirrt sich der Fisch nur selten. Lotsenfische durchqueren in langen Wanderungen die Ozeane und sind dadurch bekannt, dass sie in kleinen Schwärmen große Tiere (vor allem Haufische und Delphine), aber auch Schiffe über beträchtliche Entfernungen begleiten.
Man erklärt sich das auf verschiedene Weise. Es überwiegt die Ansicht, dass sie sich von den Nahrungsresten der Großtiere und den Abfällen der Schiffe ernähren. Das verträgt sich jedoch nicht mit der Tatsache, dass im Magen gefangener Lotsenfische kleine Fischarten gefunden wurden. Dass sie sich häufig in der Nähe des Kopfes der Haie bewegen und nicht angefallen werden, erklärt man mit ihrer großen Wendigkeit und mit ihrer Nützlichkeit für diese Raubfische, von deren Körper sie Parasiten absammeln. Ein weiterer Grund für das Begleiten der großen Tiere und Schiffe kann darin bestehen, dass sie ihnen als Träger und „Beschützer“ ihrer Eier dienen, die mit klebrigen Auswüchsen an diesen haften bleiben. Larven und Brut unterscheiden sich stark von den erwachsenen Fischen und wurden in der Vergangenheit wiederholt als selbstständige Art beschrieben.