Größe: 20 – 25 cm, max. 30 cm Gewicht: 0,2 – 0,5 kg Fruchtbarkeit: 50000 – 80000 Eier D III – IV 13 – 16; A III 13 – 17; 70 – 98 Kiemenreusendornen Verbreitung: vom südlichen Teil der Nordsee bis zur Nordwestküste Afrikas, Mittelmeer und Schwarzes Meer.
Unter der Bezeichnung Sardine fasst man in zahlreichen Sprachen die Angehörigen der engverwandten Gattungen Sardina, Sardinops und Sardinella zusammen, für die besonders die bis über die Schwanzflosse reichenden großen Schuppen charakteristisch sind, die beidseitig der Schwanzflosse in zwei Spitzen auslaufen. Die Rückenflosse liegt in einer Art Schuppenrinne, so dass ihr hinteres Ende fast gänzlich verdeckt ist. Ein weiteres Erkennungskennzeichen der Sardinen sind die beiden letzten, stark verlängerten Strahlen der Afterflosse sowie die Fettlider an Vorder- und Hinterseite des Auges.
Der Gattung Sardina gehört nur eine einzige Art an, die Sardine. Ihren Körper bedecken große, sich leicht lösende Schuppen, unter denen sich eine zweite Schicht kleiner Schuppen versteckt. Die Rückenpartie der Sardine ist blaugrün gefärbt, die Seiten sind gold schimmernd und der Bauch ist silbrig weiß. Einem dunklen Fleck auf dem Kiemendeckel folgen seitlich weitere.
Die in zwei geographische Rassen zerfallende Art lebt in großen Schwärmen in den oberen Schuchten von 10 bis 20°C warmen Küstengewässern. Im Jugendstadium ernährt sie sich von Phytoplankton, später von Zooplankton und dem pelagischen Laich anderer Fischarten. Sardinen laichen im offenen Meer bei Temperaturen von 10 – 18°C und zwar je nach Laichgebiet zu verschiedenen Jahreszeiten. Die ausgeschlüpften Larven ziehen in Richtung Küste, vor der die sich bis zum Winter aufhalten, um dann wieder auf hohe See zurückzukehren. Im Frühjahr kehren sie wieder in die nahrungsergiebigeren Küstenstriche zurück. Die bis 14 Jahre alt werdenden Tiere erreichen ihre Geschlechtsreife bereits mit zwei Jahren.
Ihr Jahresfang bewegt sich in letzter Zeit im Bereich von 700 000 bis1 000 000 t. wobei überwiegend Fisch im Alter von 2 ½ - 4 ½ Jahren gefangen werden. Es werden große Ringwade genannte Netze eingesetzt. Man lockt die Sardinen mit Dorscheiern, in Italien, Kroatien und Slowenien mit Hilfe von Äthylenlampen ins Netz.