Größe: 25 – 30 cm, selten 38 cm Gewicht: bis 0,6 kg Fruchtbarkeit: 10000 – 110000 Eier D III – IV 14 – 16; A III 13 – 15; Kiemenreusendornen 201 – 228 Verbreitung: Westpazifik vom südlichen Japan bis Indonesien, amerikanische Atlantikküste von Kap Cod bis Rio de Janeiro, gesamte afrikanische Westküste, Mittelmeer und Schwarzes Meer.
Das Verbeitungsareal der zur Gattung Sardinella gehörenden Ohrensardine reicht bis in die Gewässer der gemäßigten Zone, während die übrigen Vertreter der Gattung tropische Gewässer bewohnen. Von ihnen unterscheidet sich die Ohrensardine durch einen querschnittsrunden, niedrigen Körper, durch die größere Anzahl der Bauchflossenstrahlen und durch die häufige Anwesenheit eines dunklen Fleckes auf dem Oberteil des Kiemendeckels. Im Unterschied zu den Sardinen der Gattungen Sardina und Sardinops fehlen ihr die dunklen Flecken hinter dem Kiemendeckel. Der Rücken des Körpers ist stahlbau gefärbt, die Seiten sind goldfarben, der Bauch weißlich.
Gewöhnlich leben die Fische in großen Schwärmen in bis zu 150 m Tiefe in 15 – 30°C warmen Wasser mit einem Salzgehalt von mindestens 34 Promille. Ihr Höchstalter kann bis 6 Jahre betragen.
Im Mittelmeer laichen sie in Küstengewässern von Juni bis September, nachdem sie mit zwei Jahren geschlechtsreif geworden sind.
Die tagsüber sich in tiefen Wasser aufhaltenden Sardinen steigern erst in der Nacht zum Wasserspiegel auf. Beim Zug des Schwarmes entsteht ein Geräusch, das an das Rauschen des Regens erinnert. Stößt der Schwarm plötzlich in die Tiefe, so verraten zahlreiche kleine aufsteigende Luftblasen diese Bewegung.
Ihre Nahrung ist Zooplankton und Phytoplankton.
Jährlich werden 300 000 – 800 000 Tonnen Ohrensardinen gefangen und teils zu Fischmehl verarbeitet, teils an Ölsardinen in Konserven auf den Markt gebracht. Dazu werden Kopf und Innereien entfernt, die Fische gewaschen und etwa zwei Stunden in eine konzentrierte Salzlake gelegt. Anschließend werden die erneut gewaschen, getrocknet und 2 Minuten in siedendes Öl getaucht, schließlich in die Konservenbüchsen gelegt und mit frischem Öl übergossen. Die verschlossenen Konserven sterilisiert man zwei Stunden lang bei 115°C.