Roter Drachenkopf (Großer Drachenkopf, Große Meersau) (Scorpaena scrofa)
Größe: 25 – 30 cm, max. 50 cm Gewicht: bis 1,5 kg Fruchtbarkeit: 10000 - 200000 Eier D XI – XII 8 – 10; A III 5 – 6; V I 5 Verbreitung: vor der Südküste Großbritanniens und im Golf von Biscaya, an der Nordwestküste Afrikas und im westlichen Mittelmeer, im Schwarzen Meer nicht.
Vom Braunen Drachenkopf unterscheidet sich der Rote Drachenkopf in der Farbe, den größeren Ausmaßen und durch die zahlreichen Hautanhängsel an Unterkiefer und Kinn. Auch ist der Überaugenfühler weniger Auffällig. Der ganze Fisch ist dunkelrotbraun gefärbt und dunkel marmoriert, nur der Bauch ist heller. Das Farbkleid ändert sich schnell und passt sich der Umgebung an.
Die Roten Drachenköpfe leben auf pflanzenbewachsenem Sandboden, in 20 – 100 m Tiefe, ausnahmsweise auch bis 200 und mehr Meter. Meist treten sie in kleineren Trupps auf und überfallen ihre Beute aus der Deckung von Pflanzen oder Steinen. Bisweilen graben sie sich teilweise in den Grund ein.
Sie leben vor allem von Fischen, Krabben und Garnelen. Ihr breites Maul ermöglicht es ihnen, Beutetiere zu verschlucken, die mehr als halb so groß sind wie sie selbst.
Sie laichen von Mai bis August in mehreren Schüben, ihre Eier sind pelagisch.
Eine biologische Besonderheit, die auch anderen Drachenköpfen zukommt, ist, ähnlich wie bei den Schlangen und anderen Kriechtieren, das regelmäßige Häuten. Durchschnittlich häuten sich die Fische alle vier Wochen, manchmal auch zweimal im Monat, je nach der Fressintensität.
Neben den Stacheln der Rücken- und Afterflosse sowie an einigen Kopfstacheln befinden sich Giftdrüsen. Ihr Sekret ist weniger giftig als das der Fische der Gattung Trachinus. Sticht man sich an den Stacheln, verursacht es jedoch stark schmerzende Entzündungen, die für empfindlichere Menschen gefährlich sein können. Meistens werden Fischer verletzt, während Badende praktisch nicht gefährdet sind.
Jährlich werden von diesen Fischen, deren Fleisch mittlere Qualität aufweist, 2000 – 4000 t gefangen.