Größe: 20 – 30 cm, max. 60 cm Gewicht: bis 1 – 2 kg, vereinzelt bis 5 kg D XII 9 – 11; A III 8 – 10; V I 5 Verbreitung: im Mittelmeer und Schwarzen Meer, im Golf von Biscaya, vor den Britischen Inseln, an der Südküste Norwegens, entlang der afrikanischen Küste bis Angola.
Der Körper der Rotbrasse erinnert stark an den verwandten Seekarpfen. Die hat aber einen größeren, etwas stärker abgeschrägten Kopf, kleinere Augen, 2 – 5 Weichstrahlen weniger in der Afterflosse und längere Brustflossen, deren Strahlen bis zum Ansatz der Afterflosse reichen, ja diesen zuweilen übertreffen. Zwischen den Augen reichen die Schuppen bis zum Vorderrand der Augen. Die obere Körperhälfte ist rot gefärbt, die untere hat eine hellere rosasilbrige Farbe. Auf dem Rücken und dem Oberteil der Seiten blitzen stellenweise blaugrüne Flecken auf, die Mundhöhle ist schwarz.
Über die Biologie der Rotbrassen wurden bisher nur wenige Angaben gewonnen. In europäischen Gewässern halten sie sich den Winter über in größerer Entfernung vom Ufer auf, dem sie sich im Frühjahr wieder nähern. Sie leben in Tiefen von 10 – 120 m über Sand- oder Lehmboden, wurden aber auch schon über Felsengrund beobachtet.
Als Hermaphroditen funktionieren ihre Geschlechtsdrüsen in den ersten Lebensjahren als Eierstöcke und später als Hoden. Im Mittelmeer laichen sie vom Frühjahr bis zum Sommerende mit einem Höhepunkt im Juli und August. Die Brut hält sich im dichten Schwärmen im seichten Wasser auf.
Rotbrassen leben von Krustentieren, kleineren Weichtieren und Bodenfischen.
In der Fortpflanzungszeit sind ihre Eingeweide angeblich giftig.
Sie werden vor der afrikanischen Küste und in geringerem Maße auch im Mittelmeer gefischt, meist mit Schleppnetzen. Ihr Fleisch ist von mittlerer Qualität. Jährlich werden 25 000 – 30 000 t dieses Fisches angelandet.