Größe: 20 – 30 cm, max. 40 cm (Weibchen) Gewicht: bis 1 – 1,5 kg Fruchtbarkeit: 4000 – 90000 Eier, nach anderen Angaben bis 1 Millionen Eier D1 VII – VIII; D2 I 7 – 8; A II 6 – 7 Verbreitung: im Mittelmeer, Schwarzen und Asowschen Meer.
Die Grundfarbe der Rotbarbe ist ein auffälliges Purpurrot bis Rotbraun mit einem gelben bis silbrigen Hach an den Seiten und einem helleren Bauch. Die Flossen sind normalerweise rötlich bis goldgelb. Mit wechselnder Tiefe, Tageszeit und Umgebung ändert sich auch die Färbung sehr stark.
Die Rotbarben leben zumeist in kleinen Schwärmen entlang der Küste über sandigem bis schlammigen Grund. Sie halten sich in geringen Tiefen (2 – 20 m) auf und steigen nur selten in Tiefen bis 100 und mehr Metern. Ihre Laichzeit dauert von Mai bis September, die portionsweise Eiablage geht in der Nacht vor sich. Larven und Brut führen eine pelagische Lebensweise, mit 3, 5 bis 5 cm Länge stellen sie sich auf das Leben am Grund um.
Rotbarben leben von verschiedenen wirbellosen Bodentieren, vor allem Weichtieren, Würmern und kleineren Krustentieren. Bei der Nahrungssuche kommen ihre Barteln an der Kopfunterseite als Tastorgan zur Geltung.
Die Fische wühlen kleine Gruben in den Grund, so dass die Fischer an der Wassertrübung erkennen können, wo größere Schwärme weiden.
Die Rotbarbe ist ein wichtiger Industriefisch, denn sie besitzt ausgezeichnet schmeckendes Fleisch. Zusammen mit der Streifenbarbe werden jährlich 30 000 – 40 000 t gefischt.