Größe: meist bis 25 cm, ausnahmsweise bis 35 cm, höchstens 50 cm Gewicht: 100 – 300 g, vereinzelt bis 1 kg, max. 2 kg Fruchtbarkeit: 200000 – 400000 Eier je Kilo Gewicht des Weibchens D III 9 – 11; A III 9 – 10; l.l. 41 – 48 Verbreitung: europäische Gewässer ausgenommen die südlichen Halbinseln und der überwiegende Teil von Norwegen, asiatischer Teil Rußlands, Brackwasser der Ostsee, des Schwarzen Meeres, der Aralsee und des Kaspischen Meeres.
Die Plötze ist einer der verbreitetsten Fische der europäischen Binnengewässer.
Der schlanke, seitlich zusammengedrückte Körper mit leicht gewölbtem Rücken ist mit recht großen Schuppen bedeckt. Oberhalb der Ansatzstelle der Bauchflossen beginnt auch die Rückenflosse. Die Regenbogenhaut des Auges ist besonders in der oberen Hälfte rot gefärbt. Der Rücken ist dunkel mit einem bläulichen bis grünbraunen Glanz, die Seiten sind silbrig bis silberblau, der Bauch hell. Außer den orange bis rot gefärbten Bauch- und Afterflossen sind die Flossen rosagrau.
Plötzen kommen in langsam fließenden und stehenden Gewässer vor, aber auch in den vom Süßwasser beeinflussten Buchten der Ostsee des Schwarzen und Kaspischen Meeres sowie der Aralsee. In manchen Talsperren tritt die Plötze 5 – 15 Jahre nach dem Aussetzen in diesem Gewässer massenhaft auf.
Die zwanzig Jahre alt werdenden Fische erreichen mit zwei oder drei Jahren die Geschlechtsreife. Sie laichen von April bis Juni über Untiefen oder am Ufer. In dieser Zeit bekommen die Männchen am Kopf und Rumpf eine grießähnlichen Laichausschlag. Plötzen laichen in großen Schwärmen und legen ihre Eier auf Pflanzen, Wurzeln und den steinigen oder kiesigen Grund b. Da an den gleichen Plätzen häufig noch andere Karpfenfische laichen, kommt es zu gegenseitigen Kreuzungen.
Als Nahrung dient den Plötzen hauptsächlich Zooplankton, in geringerem Maße auch Insekten, Pflanzenteile und Detrit, die sie besonders tagsüber sammeln. Sie selbst sind wichtige Nährfische für räuberische Fische und Vögel und werden auch gern von den Sportfischern geangelt. In manchen Ländern, wie im Russland, Ukraine und Polen, werden sie mit Netzen geficht.