Größe: max. 14 m Gewicht: 3,5 – 4 Tonnen Verbreitung: Kosmopolit. Kommt lediglich in den tropischen Gebieten nicht vor.
Außer durch seine Größe fällt der Riesenhai durch die deutlich sichtbaren langen Kiemenspalten auf, die vom Rücken bis zum Schlund reichen. An der Innenseite der Kiemenbögen sitzen zahlreiche lange Kiemenreusendornen. Im Maul fallen eine Vielzahl kleiner und stumpfer Zähne auf. Die Rückenpartie ist grünlich braun, manchmal fast schwarz gefärbt und hat graue Flecken auf der vorderen Hälfte.
Der Riesenhai ist einer der größten lebenden Haifische unserer Erde. Vor den europäischen Küsten werden von Zeit zu Zeit Exemplare von 7,5m Körperlänge gefischt. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist er lebendgebärend, die Tragzeit beträgt drei Jahre.
Seine Nahrung gewinnt er aus dem Meerwasser auf dieselbe Art wie die Bartwale, d. h. er schwimmt mit geöffnetem Maul und durchfiltert das Wasser mit seinen dicht stehenden Reusendornen nach schwebendem Plankton.
Es wurde festgestellt, dass die Reusenform jeden Winter verschwinden und im Frühjahr neu nachwachsen, was mit dem niedrigen Planktonaufkommn im Wasser zusammenhängen kann.
Der Riesenhai lebt meist als Einzelgänger im vorwiegend offenem Meer. Von Zeit zu Zeit kann man während der Nahrungswanderungen auch Schwärme mit 50 – 250 Exemplaren beobachten.
In Norwegen wurden diese Haie noch vor 100 – 150 Jahren wegen des aus ihren Lebern gewonnenen Öls (Lebertran) gejagt. Die Leber großer Tiere kann 500 – 700kg wiegen, was ein Drittel des Gesamtgewichts ausmacht.
Größere wirtschaftliche Bedeutung hatte diese Haifischart allerdings nie.