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Günni Offline

Administrator
Beiträge: 997


04.07.2008 12:12
Rapfen antworten
Rapfen (Schied)
(Aspius aspius)

Größe: 60 – 80 cm, max. 1 m
Gewicht: 2 – 4 kg, max. 10 kg
Fruchtbarkeit: 80000 – 100000 Eier
D III 8 – 9; A III 12 – 14; l.l. 64 – 74
Verbreitung: in den Zuflüssen von Nordsee, Ostsee, Schwarzem und Kaspischem Meer. Fehlt in England und Frankreich.

Der Rapfen ist ein großer, räuberischer Karpfenfisch mit lang gestrecktem Körper und scharfem, beschuppten Kiel vom Bauchflossenende bis zum After. Ein Buckel auf dem Unterkiefer passt sich in eine Vertiefung des Oberkiefers ein. Das große Maul reicht bis unter das Auge. Der Rücken ist graublau, oft graubraun, die paarigen Flossen und die Afterflosse haben eine rötliche Färbung, die übrigen Flossen sind grau gefärbt.

Rapfen sind ziemlich schnellwüchsige Fische und erreichen je nach Standort 50 – 60 cm Länge innerhalb von 8 – 10 Jahren.

Mit 3 – 4 Jahren erreichen sie die Geschlechtsreife. Laichzeit ist bereits im April, wenn das Wasser 5 – 10°C hat. In kleinen Gruppen laichen die Rapfen in schnell strömendem Wasser, wobei ihre Eier im Sand oder am Geröll kleben bleiben. In Abhängigkeit von der Wärme des Wassers schlüpfen die Larven nach 15 – 20 Tagen und ernähren sich anfangs von Zooplankton, später von Larven der Wasserinsekten und dem Laich anderer Fische.

Ausgewachsene Tiere sind Fleischfresser und ernähren sich von Fischen und ins Wasser gefallenen Insekten. Sie halten sich an der Oberfläche oder in den oberen Wasserschichen auf. In Flüssen suchen sie Standorte unterhalb von Wehren oder an Brückenpfeilern auf. Rapfen wurden auch in Talsperren ausgesetzt, in denen sie lange Wanderungen unternehmen.

Sie besitzen besonders in großen Staubecken lokale wirtschaftliche Bedeutung. Bei sportlichen Anglern sind die beliebt, da sie ausdauernd im Kampf am Haken sind. Ihr Fleisch ist von mittlerer Qualität. In letzter Zeit wurden Versuche unternommen die Fische künstlich zu vermehren, wobei der Laich bis zum einjährigen Fisch, also mit 5 – 10 cm aufgezogen wird und dann in freie Gewässer ausgesetzt wird. In den Talsperren soll mit Hilfe des Rapfens der Bestand an unerwünschten Fischarten reguliert werden.

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