Größe: 15 – 25 cm, max. 35 cm Gewicht: 100 – 300 g, max. 600 g Fruchtbarkeit: 1000 – 5000 Eier D I 6; A III 17 – 24 Verbreitung: Südosten Kanadas und Osten der USA, in Europa eingeführt, gelegentlich verwildert.
Im Unterschied zum Wels trägt der Zwergwels acht Bartfäden um das Maul und hat eine recht kurze Afterflosse. Sein Rücken ist braungrün manchmal fast schwarz gefärbt, die marmorierten Seiten sind heller. Der weißliche Bauch ist in der Laichzeit gelblich bis orangerot.
Ursprünglich waren die Zwergwelse im Südosten Kanadas und in den Oststaaten der USA verbreitet. Ende vorigen Jahrhunderts und in diesem Jahrhundert wurden sie in Europa eingeführt, wo sie in einigen Gebieten auch in freier Natur Fuß fassen konnten. Auf unserem Kontinent wachsen sie jedoch langsamer als in ihrer Heimat.
Im zweiten bis dritten Lebensjahr sind sie geschlechtsreif und laichen Ende April und im Mai. Zwergwelse bauen sich primitive Nester im Sandboden. Das Männchen bewacht die Eier und den Laich. Der Zwergwels, eine alles fressende Art, vernichtet Eier und Larven andrer Fischarten und steht mit einer Reihe einheimischer Fische in scharfer Futterkonkurrenz. Gleichzeitig ist er äußerst unempfindlich gegen Mangel an Sauerstoff und Nahrung und hält auch dort aus, wo andere Fischarten bereits verenden. Die Larven leben von kleinen Wasserflöhen, später von Insektenlarven, aber auch von pflanzlicher Nahrung.
Ursprünglich hielt man die Zwergwelse in Fischteichen mit der Absicht, sie als Nebenfische bis auf 1 – 2 kg zu mästen. Diese Pläne gingen aber unter mitteleuropäischen Bedingungen nicht in Erfüllung. Heute werden sie erneut intensiv gezüchtet, und zwar vorwiegend in den südlichen Gebieten der Ukraine und Russlands. In freier Natur kommen sie in stehendem Wasser vor sowie in Tümpeln der Überschwemmungsgebiete größerer Flüsse.
In beschränktem Maße werden sie auch mit der Angel gefangen. Ihr grätenloses Fleisch schmeckt sehr gut.